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Weiterer Digitalisierungsschritt der Werbeflächen auf öffentlichem Grund

2019-12-12 08:32:05
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Quelle: Stadt Zürich

Die Stadt Zürich bewirtschaftet ihre Plakatflächen auf öffentlichen Grund aktiv und erweitert ihr Portfolio mit zwölf weiteren digitalen Werbeanlagen, wie die Stadt Zürich schildert.

Die Clear Channel Schweiz AG erhält aufgrund ihres Angebots die Konzession für die im Oktober ausgeschriebenen digitalen Werbeanlagen. Im Oktober 2019 habe die Stadt Zürich den Betrieb und die Bewirtschaftung von zwölf neuen digitalen Werbeanlagen auf öffentlichen Grund ausgeschrieben.

Insgesamt haben sich vier Firmen an der Ausschreibung beteiligt, den Zuschlag erhält aufgrund des höchsten Angebots die Clear Channel Schweiz AG. Die Konzession gilt für acht Jahre ab dem 1. Juli 2020 (zehn Anlagen), respektive siebeneinhalb Jahren ab dem 1. Januar 2021 (zwei Anlagen).

Die Stadt Zürich erhält dafür eine Entschädigung von rund 1,73 Millionen Franken pro Jahr.Der Stadtrat habe bereits 2017 bekräftigt, dass das Angebot an digitalen Werbeanlagen auf öffentlichem Grund ausgebaut werden solle und die Stadt Zürich die Entwicklung auch in diesem Bereich der Digitalisierung mitgestalten will (Medienmitteilung vom 30. November 2017). Mit dem Bau der zwölf digitalen Werbeanlagen erweitert die Stadt Zürich ihr Netz auf öffentlichem Grund auf insgesamt 53 Anlagen (davon 14 an Cityplänen und 7 an VBZ-Haltestellen).Gleichzeitig legt die Stadt grossen Wert auf die Ökobilanz der digitalen Werbeanlagen.

Eine vergleichende Ökobilanz der ersten Testanlagen 2015 zeigte, dass diese in der Herstellung und im Betrieb zwar mehr Energie als konventionelle Plakate benötigen, in der Logistik hingegen Energie eingespart werden kann. Denn die Bewirtschaftung der digitalen Anlagen funktioniert quasi per Knopfdruck, wodurch der Aufwand für Druck und Papier sowie die Bewirtschaftung vor Ort weitgehend entfällt.

Seit der Realisierung der ersten Anlagen habe die Stadt verschiedene Massnahmen ergriffen, um die Ökobilanz zu verbessern: So werden heute grösstenteils kleinere 55- statt 75-Zoll Bildschirme verwendet, die deutlich weniger Energie benötigen. Zudem werden Leuchtdichte und Betriebszeiten geregelt und die Plakatfirmen seien vertraglich verpflichtet, ausschliesslich energieeffiziente Hardware sowie ewz ökopower (reiner Ökostrom aus Solar- und Wasserkraftanlagen) zu verwenden.

Es sei geplant, eine zweite Ökobilanz in Auftrag zu geben.Werbung sei seit über hundert Jahren Teil der Stadt und des Stadtbilds und damit ein Ausdruck ihrer wirtschaftlichen Vitalität und Prosperität. Die Stadt Zürich will das Geschäft – das sich ansonsten noch mehr auf den privaten Grund verlagern würde – nicht allein den privaten Anbieterinnen überlassen.

Dies auch deshalb, da die Werbung auf öffentlichem Grund zusätzliche Einnahmen für die Stadt generiert: Allein mit den ersten 20 digitalen Werbeanlagen werden jährliche Einnahmen von rund 6,8 Millionen Franken generiert. Diese Einnahmen können für vielfältige Projekte im Bereich Städtebau und Nachhaltigkeit eingesetzt werden.Bei der Planung und Realisierung von neuen Werbeanlagen macht die Stadt Zürich für jeden einzelnen Standort eine sorgfältige Abwägung hinsichtlich Verkehrssicherheit, Stadtbild und Kosten/Nutzen.

Insgesamt nimmt die Anzahl der Plakatwerbeanlagen auf öffentlichen Grund jedoch ab: So seien in den letzten Jahren rund 150 Plakatflächen verschwunden, bis ins Jahr 2023 sollen weitere 60 Flächen abgebaut werden (davon 10 Leuchtplakate an der Bahnhofstrasse)..

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