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Blaulicht

Kanton Zürich: 123 «Money Mules» entdeckt

2019-12-05 09:00:05
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Quelle: Kantonspolizei Zürich

Die Kantonspolizei Zürich hat im Zuge einer internationalen Aktion gegen illegale Finanzaktionen 123 sogenannte «Money Mules» (dt, wie die Kantonspolizei Zürich schreibt.

Geldesel) entdeckt, welche Gelder in der Höhe von über 2,7 Millionen Franken gewaschen hatten.Zum fünften Mal fand von September bis November 2019 eine koordinierte Aktion zur Bekämpfung des Phänomens «Money Muling» in ganz Europa statt. 30 Länder nahmen an der Europol-Aktion EMMA5 (5. European Money Mule Aktion) teil, darunter auch die Schweiz mit vier kantonalen Polizeikorps (AG, BS, VD und ZH) und fedpol.

Dabei übernahm fedpol die Koordination zwischen Europol und den verschiedenen Kantonen. Die Kantonspolizei Zürich habe insgesamt 123 «Money Mules», auch Finanzagenten genannt, entdeckt.

Diese hatten für kriminelle Organisationen Geld im Wert von über 2,7 Millionen Franken gewaschen. Von den 123 Geldeseln konnten bis dato 41 identifiziert werden.

Gegen diese wurden Strafverfahren wegen Geldwäscherei eröffnet.Die von den Ermittlern als «Money Mules» bezeichneten Personen werden von kriminellen Organisationen als Geldwäscher angeworben. Sie erhalten illegale Gelder auf ihre privaten Bankkonten und transferieren diese anschliessend physisch oder elektronisch weiter.

Diese illegalen Geldtransaktionen dienen der Finanzierung der organisierten Kriminalität, unter anderem im Zusammenhang mit Drogenhandel, Menschenhandel und Online-Betrug.Das Vorgehen der kriminellen Organisationen sei meist ähnlich: Mit attraktiven Jobangeboten, die mit hohem Gehalt, Arbeit von zuhause und Flexibilität werben, werde gelockt. In einzelnen Fällen haben die Täter dafür eigens Firmen erfunden oder gegründet, oder die Namen bekannter Firmen werden kurzerhand missbraucht.

Die Jobangebote erscheinen auf üblichen Stellenvermittlungsplattformen im Internet oder auf missbräuchlich erstellten Firmen-Internetseiten. Was aber meistens nicht ersichtlich ist: Die Jobsuchenden werden letztlich als Finanzagenten eingesetzt, um Gelder zu waschen, die aus kriminellen Aktivitäten stammen.

Aus strafrechtlicher Sicht könne jemand, der sein Konto für die Verschiebung von Geldern zur Verfügung stellt, für die Mithilfe zur Geldwäscherei belangt werden.Die gemeinsame «Money Muling»-Kampagne #DontBeaMule startet heute, um die Öffentlichkeit aufmerksam zu machen. Die Polizei rät:Kantonspolizei Zürich Mediendienst / Tel.

044 247 36 36 Marc Besson.

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Zürich: 123 «Money Mules»



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