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Kulturelle Teilhabe: Anerkennungsbeiträge 2019

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    Kulturelle Teilhabe: Anerkennungsbeiträge 2019 (Bild: Kanton Zürich)
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    Kulturelle Teilhabe: Anerkennungsbeiträge 2019 (Bild: Kanton Zürich)
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    Kulturelle Teilhabe: Anerkennungsbeiträge 2019 (Bild: Kanton Zürich)
2019-10-16 17:32:22
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Quelle: Kanton Zürich

Die Förderung der kulturellen Teilhabe ist einer der Schwerpunkte, die der Kanton bei der Ausrichtung seiner Kulturpolitik festgelegt hat, wie der Kanton Zürich ausführt.

Damit reagiert er auf die gesellschaftlichen Entwicklungen und die Forderung seitens der Politik nach mehr Durchlässigkeit im Kulturbetrieb. Mit der Vergabe der Anerkennungsbeiträge für kulturelle Teilhabe setzt der Kanton Zürich ein starkes Zeichen und rückt die Bedeutung der Teilhabe möglichst vieler am Kulturleben ins Zentrum der Aufmerksamkeit.

Zwei Kunstschaffende und ein Verein werden mit den diesjährigen Anerkennungsbeiträgen von je 10’000 Franken ausgezeichnet. Mit ihrem Engagement verfolgen sie das Ziel, ganz unterschiedlichen Zielgruppen den Zugang zum kulturellen Leben zu ermöglichen, sie am künstlerischen Prozess teilhaben zu lassen und zu animieren, selbst kreativ tätig zu sein.

Die drei Auszeichnungen beleuchten exemplarisch das vielfältige Spektrum kultureller Teilhabe.Jörg Köppl lebt und arbeitet als freischaffender Musiker und Komponist in Zürich. In seinen Werken erweitert er den eng gefassten Kunstbegriff der Neuen Musik, indem er sie mit Klängen aus dem realen Leben verknüpft.

Insbesondere in seinen Arbeiten mit Behinderten gelingt es ihm, die körperlich eingeschränkten Darsteller so zu zeigen, dass daraus kein Betroffenheitstheater resultiert, sondern eine ganz eigene ästhetische Aussage. Hier findet Partizipation nicht um der Partizipation willen statt.

Das reale Leben fügt sich ganz selbstverständlich in die Kunst ein – und werde zum fein austarierten Aufstand gegen die Diktatur der Normalität. Mathias Reiter habe Architektur und Schauspiel studiert und war, bis er 2015 nach Regensberg umzog, an verschiedenen deutschen Stadttheatern fest engagiert.

2018 entwickelte Reiter das Projekt «Zürcher Wunderland» und fand mit dem Höflikeller in Regensberg auch gleich eine eigene Bühne. Reiter habe ein Theater erfunden, das mit dem unmittelbaren Leben vor Ort direkt verbunden ist.

Dazu befragt er Bewohnerinnen und Bewohner des Zürcher Unterlands zu ihrem Leben, destilliert ihre Geschichten für die Bühne und schlüpft schliesslich als Schauspieler in die Rollen der Befragten. Bis heute seien zwei überzeugende Theaterstücke entstanden, in die das halbe Dorf involviert ist.

Damit schafft Reiter Theatererlebnisse, die lokal stark verankert seien und trotzdem weit über Regensberg hinaus für Aufsehen sorgen.Die elektronische Musik und das dazugehörige Nachtleben seien dominiert von männlichen Veranstaltern, DJs und Clubbesitzern. Hier geben Les Belles de Nuit Gegensteuer: Der Verein verfolgt das Ziel, Frauen und andere unterrepräsentierte Gruppierungen in der elektronischen Musik- und Kulturszene zu fördern und zu vernetzen.

An ihren eigenen Festivals und Veranstaltungsreihen setzen sie beispielhaft auf Diversität, mit ihren Workshops führen sie Mädchen und Frauen an die elektronische Musik heran. Das Engagement von Les Belles de Nuit sei ein nachhaltiger Beitrag zur Stärkung der Gleichstellung innerhalb der elektronischen Kunst und Clubkultur.Die Vergabe erfolgte durch eine fünfköpfige Jury: Doktor Madeleine Herzog, Leiterin Fachstelle Kultur (Vorsitz); Stefan Busz, Redaktor Tages-Anzeiger; Prisca Passigatti, Regionale Kulturförderung; Christophe Rosset, Kulturbeauftragter Stadt Wetzikon; Gunda Zeeb, Theaterkuratorin.

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