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Les caviardages ne sont pas irréversibles dans bien des cas

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    Les caviardages ne sont pas irréversibles dans bien des cas (Bild: Kanton Freiburg)
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    Les caviardages ne sont pas irréversibles dans bien des cas (Bild: Kanton Freiburg)
2019-10-11 16:32:04
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Quelle: Kanton Freiburg

Forschenden der Universität Zürich ist es gelungen, in 21 von 25 untersuchten Bundesgerichtsurteilen die angebrachten Anonymisierungen rückgängig zu machen, wie der Kanton Freiburg schreibt.

Dies gelang durch die Verbindung von verschiedenen, öffentlich zugänglichen Datenbanken. Wie in einem auf higgs.ch erschienenen Artikel mit dem Titel «Die Anonymisierung in Gerichtsurteilen bringt nichts» zu lesen ist, nutzten die Forschenden die Technik des sogenannten Web Scraping.

Dabei stellt ein Programm Suchanfragen an eine Website und lädt Dokumente automatisch herunter. So seien die Wissenschaftler in kurzer Zeit an über 120`000 Bundesgerichtsurteile sowie an fast 60`000 Urteile des vorinstanzlichen Bundesverwaltungsgerichts gelangt, die sie dann in einer Datenbank zusammenfassten.

«In diesen Urteilen seien zwar die Namen von Firmen und Medikamenten nicht erkennbar, aber sie enthalten Begriffe, die als sogenannte Pseudo-Identifikatoren genutzt werden können», werde Carmela Troncoso, Leiterin des Labors für Sicherheits- und Datenschutztechnik an der Eidg. Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) in dem Artikel zitiert.

So könnten beispielsweise die Darreichungsform des Medikaments oder die Art der Preissenkung als Identifikatoren dienen. Diese Pseudo-Identifikatoren, wie beispielsweise «Fertigspritze», befanden sich auch in öffentlich zugänglichen Informationen wie dem Bulletin des BAG und der Spezialitätenliste von Swissmedic, zusätzlich zu Namen der Firma und Wirkstoff.

Durch das Verknüpfen dieser verschiedenen Datensätze konnten die Forschenden die Anonymisierung in 84% der untersuchten Urteile aufheben. Wie eine derartige Re-Identifikation anonymisierter Daten verhindert werden kann, sei laut der Forscherin unklar.

Aufgrund des Transparenzprinzips könnten nicht sämtliche fragliche Informationen eingeschwärzt werden und auch Störsignale in Datensätzen, wie beispielsweise die stete Angabe von 20 statt 14,052 Prozent, seien deshalb nicht möglich. «In Fällen, in denen die Informationen öffentlich, exakt und transparent sein müssen, sehe ich derzeit keine Lösung, wie eine De-Anonymisierung verhindert werden kann», werde Carmela Troncoso zitiert.

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