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Zürcherinnen und Zürcher nehmen Zuwanderung mehrheitlich positiv wahr

2019-10-02 10:02:00
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Quelle: Kanton Zürich

Der Kanton Zürich ist gesellschaftlich und kulturell divers: Etwa ein Viertel der Kantonsbevölkerung hat einen ausländischen Pass, rund 180 im Kanton Zürich ansässige Nationalitäten sprechen mehr als 80 verschiedene Sprachen, wie der Kanton Zürich schreibt.

Die neueste Publikation des kantonalen Statistischen Amts befasst sich mit der Frage, wie die Zürcher Bevölkerung die Zuwanderung und die ausländische Bevölkerung wahrnimmt. Eine Mehrheit sieht in der Zuwanderung einen wirtschaftlichen Nutzen, befürwortet die kulturelle Vielfalt – empfindet aber im Arbeitsalltag beispielsweise Sprachbarrieren als störend.

Ein Grossteil der Zürcher Bevölkerung erwartet, dass der Ausländeranteil in den nächsten zehn Jahren weiter zunehmen oder auf dem aktuellen Niveau bleiben wird, so die Ergebnisse der Befragung «Zusammenleben in der Schweiz» des Bundesamts für Statistik, auf der die Publikation beruht. Für 41 Prozent der Zürcher Bevölkerung leben allerdings bereits heute zu viele Ausländerinnen und Ausländer im Land.

Zürcherinnen und Zürcher mit Schweizer Pass seien mehrheitlich der Ansicht, dass die Wirtschaft auf die Zuwanderung aus dem Ausland angewiesen ist: So meinen 70 Prozent, dass ausländische Erwerbstätige diejenigen Arbeiten übernehmen, «die andere nicht erledigen wollen». 59 Prozent seien der Ansicht, dass ohne sie Wirtschaft und Sozialwerke nicht funktionieren würden.

Umgekehrt stimmen der Aussage, dass ausländische Staatsangehörige für die Zunahme der Arbeitslosigkeit verantwortlich sind, nur 25 Prozent der Bevölkerung zu. Beim Umgang mit anderen Menschen empfindet die Zürcher Bevölkerung vor allem Sprachbarrieren als störend: 22 Prozent geben an, dass es sie stört, wenn das Gegenüber bei der Arbeit eine andere Sprache als sie selber spricht.

Sprachunterschiede stören damit erstens bei der Arbeit deutlich häufiger als im Alltag oder in der Nachbarschaft. Zweitens stören sie häufiger als Unterschiede bei der Religionszugehörigkeit, der Hautfarbe oder der Nationalität.59 Prozent der Zürcher Bevölkerung seien der Meinung, dass die Integration der Migrantinnen und Migranten in der hiesigen Gesellschaft gut funktioniert.

55 Prozent seien denn auch mit den bereits ergriffenen Massnahmen zur Förderung der Integration zufrieden. Allerdings finden auch 57 Prozent der Zürcher Bevölkerung, dass Rassismus ein ernstzunehmendes Problem sei.

Dennoch sei wiederum rund die Hälfte der Meinung, dass gegen Rassismus bereits genügend getan werde (55 Prozent). 26 Prozent der Zürcher Bevölkerung geben an, in den letzten fünf Jahren diskriminiert worden zu sein.

Allerdings seien ausländische Staatsangehörige deutlich häufiger von Diskriminierung betroffen als solche mit Schweizer Pass: 36 Prozent der Personen mit ausländischer Nationalität haben in den letzten fünf Jahren Diskriminierung erfahren, bei den Zürcherinnen und Zürchern mit Schweizer Pass seien es 23 Prozent. Die Betroffenen nennen deshalb auch am häufigsten ihre ausländische Nationalität oder ihre Sprache als Grund für die erlebte Diskriminierung.Die Wahrnehmung der migrationsbedingten Vielfalt.

Eine Analyse der Zürcher Resultate der Befragung «Zusammenleben in der Schweiz». Online verfügbar auf der Website des Statistischen Amts: Ziel der Erhebung «Zusammenleben in der Schweiz» sei es, gesellschaftliche Veränderungen mit Konfliktpotential zu erkennen.

Dabei werden jeweils rund 3000 Personen zwischen 15 und 88 Jahren telefonisch oder online befragt. Die Stichprobe für den Kanton Zürich umfasst rund 500 Personen.

Diese Zahl sei genügend gross, um Aussagen über das gesellschaftliche Zusammenleben im Kanton zu machen, wenngleich nur für Bevölkerungsgruppen einer gewissen Grösse..

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