Regional

Stadt Zürich reagiert auf Forderungen der Jugendbewegung Klimastreik

2019-05-22 15:02:41
newsbot by content-proivder.ch GmbH
Quelle:

Die Jugendbewegung Klimastreik Zürich hat Anfang Jahr drei Forderungen beim Stadtrat eingereicht, wie die Stadt Zürich schreibt.

Die Stadt Zürich begrüsst das Engagement der Schülerinnen und Schüler für den Klimaschutz und behandelte ihre Forderungen als Petition. Der Stadtrat habe nun seine Antwort veröffentlicht und zeigt darin konkrete Massnahmen auf.

In seiner Antwort teilt der Stadtrat mit, dass er hinter dem Klimaschutzziel von Paris steht. Dieses verlangt, dass die menschgemachte Klimaerwärmung auf einen Temperaturanstieg deutlich unter 2°C, möglichst auf 1,5°C, begrenzt wird.

Bereits im Jahr 2008 verankerte die Stimmbevölkerung in der Volksabstimmung zur 2000-Watt-Gesellschaft als erste Schweizer Stadt ein ambitioniertes Klimaschutzziels in der Gemeindeordnung. Die Stadt Zürich setzt sich seit Jahren mit konkreten Massnahmen dafür ein, Energieverbrauch und Treibhausgas-Emissionen auf dem Stadtgebiet zu senken.

Seit 1990 habe der Energieverbrauch pro Person um rund 1300 Watt abgenommen und 1,5 Tonnen CO2  pro Jahr und Person konnten eingespart werden. Um jedoch die ambitionierten Klimaschutzziele von Paris zu erreichen, müssen die Treibhausgasemissionen deutlich schneller reduziert werden.

Der Stadtrat habe deswegen über weitergehende Schritte entschieden.Der Stadtrat steht der Motion (GR Nummer 2019/106) aus dem Zürcher Gemeinderat «Festlegung einer stringenten Klimapolitik in der städtischen Verfassung mit dem Ziel einer Reduktion des CO2-Ausstosses pro Einwohnerin und Einwohner auf Null bis ins Jahr 2030» positiv gegenüber. Im Rahmen der Beantwortung dieses Vorstosses werde der Stadtrat das Szenario «Null Tonnen CO2» entwickeln.

Die Szenario-Analyse werde aufzeigen, ob und in welchem Zeitraum, innerhalb welcher Systemgrenzen, unter welchen Rahmenbedingungen und mit welchen Konsequenzen das verschärfte Ziel umsetzbar ist.Der Stadtrat habe sich entschieden, auf ein symbolisches Ausrufen des Klimanotstands zu verzichten. Stattdessen will er in Projekten im Rahmen der Interessenabwägung den Aspekt Klimaschutz noch stärker bewerten als bis anhin.

Zudem beabsichtigt er das Tempo der Umsetzung von Massnahmen im Klimaschutz zu erhöhen. Unter anderem werde er in folgenden Bereichen weitergehende Massnahmen prüfen:Der Stadtrat sei sich bewusst, dass der Klimaschutz eine gesamtgesellschaftliche Herausfor-derung darstellt.

Es braucht – neben den Anstrengungen der öffentlichen Hand und der Wirt-schaft – gleichzeitig auch Verhaltensänderungen jedes Einzelnen. Die Stadt Zürich verstärkt deshalb die Informations- und Sensibilisierungsaktivitäten gegenüber der Bevölkerung und treibt die aktive Kommunikation über Klimaschutz und die eigenen Handlungsmöglichkeiten in den nächsten Jahren voran..

Suche nach Stichworten:

Forderungen Jugendbewegung Klimastreik