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Rechnung 2018 schliesst mit Überschuss ab

2019-03-12 12:02:02
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Quelle: Stadt Zürich

Die Rechnung 2018 der Stadt Zürich schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 107,8 Millionen Franken ab, wie die Stadt Zürich schreibt.

Das Ergebnis bestätigt erneut die auf Stetigkeit ausgerichtete Finanzpolitik, an deren Kurs der Stadtrat weiterhin festhalten wird. Die Laufende Rechnung 2018 weist einen Ertragsüberschuss von 107,8 Millionen Franken auf.

Budgetiert war ein Minus von 7 Millionen Franken. Zusammen mit den vom Gemeinderat genehmigten Zusatzkrediten und Globalbudget-Ergänzungen fällt das Ergebnis um 153,4 Millionen Franken besser aus als budgetiert.

Der Aufwand betrug 8,856 Milliarden Franken, der Ertrag 8,963 Milliarden Franken. Das Eigenkapital erhöht sich Ende 2018 auf 1,276 Milliarden Franken (Grafik 1).Die Nettoinvestitionen im Verwaltungsvermögen betragen 916,2 Millionen Franken.

Der Selbstfinanzierungsgrad beträgt 104,1 Prozent (35,1 Prozentpunkte höher als im Budget). Dank der hohen Selbstfinanzierung sanken die langfristigen Schulden weiter um 249,3 Millionen Franken.

Seit 2014 konnte die Stadt ihre langfristigen Schulden damit insgesamt um rund 1,146 Milliarden Franken reduzieren.Das gegenüber dem Budget (inklusive Zusatzkredite und Globalbudgetergänzungen) um rund 153 Millionen Franken bessere Ergebnis sei auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. Die Aktien der Flughafen Zürich AG schlugen für einmal negativ zu Buche.

Gegenüber dem bilanzierten Wert 2017 sank der Wert der Aktien um 92,7 Millionen Franken. Weiter verzeichnete die Stadt Zürich leicht tiefere Steuererträge (24,8 Millionen Franken unter Budget).

Das Ergebnis verbessert haben erneut Liegenschaftsgeschäfte (11,3 Millionen Franken über Budget), zudem die Auflösung des Zweckerhaltungsfonds für subventionierte Wohnungen (25,6 Millionen Franken), ein ausserordentlicher Ertrag aus der Rückzahlung des Darlehens der M-CH Group (11,2 Millionen Franken) sowie höher ausgefallene Dividenden und eine höhere Gewinnausschüttung der Zürcher Kantonalbank (insgesamt 5,3 Millionen Franken über Budget). Zudem habe der überwiegende Teil der Dienstabteilungen im Jahr 2018 besser abgeschlossen als budgetiert.Bei den Steuern sei die Budgetgenauigkeit hoch.

Die Steuereinnahmen im Jahr 2018 betragen 2,946 Milliarden Franken, 48,4 Millionen Franken mehr als im Jahr 2017 und 24,8 Millionen Franken weniger als budgetiert. Die Steuererträge der natürlichen Personen seien mit 1,546 Milliarden Franken um 6 Millionen Franken tiefer als budgetiert.

Bei den juristischen Personen übertrifft das Rechnungsergebnis von 986,3 Millionen Franken den budgetierten Wert um 38,3 Millionen Franken, was auf höhere Vorjahreserträge zurückzuführen ist. Mit 239,9 Millionen Franken liegt der Ertrag aus den Grundstückgewinnsteuern 30,1 Millionen Franken unter dem Budget.

Bei den Quellensteuern verfehlt das Ergebnis mit 150,2 Millionen Franken den budgetierten Wert um 24,8 Millionen Franken.Der Wert der Nettoinvestitionen von 916,2 Millionen Franken (Budget: 1,08 Milliarden Franken) liegt deutlich tiefer als in der Rechnung 2017 (1,427 Millionen Franken). Grund hierfür sei der in der Rechnung 2017 enthaltene Sondereffekt der Übertragung der Einzelwohnliegenschaften vom Finanzvermögen in das Verwaltungsvermögen (630,6 Millionen Franken).

Weitere Gründe dafür, dass Rechnung und Budget voneinander abweichen seien tiefere Ausgaben aufgrund von Planungs- und Bauverzögerungen, Projektverschiebungen und Verzögerungen sowie geringere Kosten bei Ausbau und Realisierung von Projekten.Der Stadtrat will weiterhin am Kurs seiner Finanzpolitik festhalten, damit die Stadt Zürich ein attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort bleibt. «Das Rechnungsergebnis sei wieder erfreulich», sagt Stadtrat Daniel Leupi, Vorsteher des Finanzdepartements.

«Es resultiert aus dem Zusammenspiel von langjährigen städtischen Investitionen in eine wirtschaftlich, sozial und ökologisch erfolgreiche Stadt und einer guten Wirtschaftslage, die von diesen Investitionen profitiert. Doch das Wachstum der Stadt verursacht weiterhin bei vielen Aufgabenstellungen mehr Kosten und verlangt Neuinvestitionen.

Deshalb bemüht sich der Stadtrat weiterhin, die Einnahmen zu sichern, um die steigenden Ausgaben aus eigenen Mitteln finanzieren zu können, die Schulden wenn möglich weiter zu reduzieren und über ein angemessenes Eigenkapital zu verfügen, damit die Stadt für schlechtere Zeiten genügend Handlungsspielraum hat.» Das Kostenbewusstsein in der Stadtverwaltung solle gewährleistet bleiben.Der Finanz- und Aufgabenplan für die Jahre 2019 bis 2022 sieht ab dem Planjahr 2021 Defizite in der Höhe zwischen 46,9 Millionen Franken (2021) und 94 Millionen Franken (2022) vor. Dank den Verhandlungen mit dem Kanton Zürich zur Unternehmenssteuerreform (SV17) werden die Gemeinden bei der Umsetzung nun besser entschädigt.

Die SV17 werde dennoch bereits im ersten Schritt beträchtliche Ausfälle für die Stadt Zürich verursachen..

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