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Zürcher Längsschnittstudie: Hohe Zufriedenheit mit der nachobligatorischen Ausbildung

2019-02-26 08:32:01
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Quelle: Kanton Zürich

Junge Erwachsene sind zufrieden mit ihrer Ausbildung nach der obligatorischen Schulzeit, unabhängig davon, welchen Bildungsweg sie eingeschlagen haben, wie der Kanton Zürich schildert.

Dies zeigen Ergebnisse der fünften Erhebung der Zürcher Längsschnittstudie.  Seit 2003 begleitet die Bildungsdirektion die Schullaufbahn von rund 2000 Schülerinnen und Schülern.

Diese für den deutschsprachigen Raum einmalige Längsschnittstudie untersucht die Bildungslaufbahnen vom Schuleintritt bis kurz vor Ende der nachobligatorischen Ausbildung und setzt diese in Bezug zur individuellen Leistungsentwicklung. Die fünfte Erhebung fand erstmals nicht mehr im Schulkontext statt, da die jungen Erwachsenen die Schule inzwischen grösstenteils verlassen und häufig bereits eine berufliche Ausbildung abgeschlossen hatten.Der Übertritt von der obligatorischen in die nachobligatorische Ausbildung gelingt den meisten Schülerinnen und Schülern gut und sie seien mit ihrer Ausbildung zufrieden.

Am Ende der obligatorischen Schule waren die Jugendlichen der Abteilungen B und C der Sekundarschule deutlich unzufriedener mit ihren Plänen als jene der Abteilung A und des Langzeitgymnasiums. Häufig besuchten die Schülerinnen und Schüler der Abteilungen B und C nach Verlassen der obligatorischen Schule eine Zwischenlösung.

Haben die jungen Erwachsenen den Einstieg in die Berufswelt geschafft, seien sie gleich zufrieden mit ihrem Bildungsweg wie die jungen Erwachsenen in anspruchsvolleren Laufbahnen.  Die Studie zeigt, dass die Schulleistungen und Schulnoten am Ende der Primarschulzeit bereits wichtige Anzeichen dafür sind, welche Schullaufbahn ein Kind einschlägt.

Schneidet ein Kind bereits in der Primarschule unterdurchschnittlich ab, sei die Wahrscheinlichkeit grösser, dass es mehr Mühe beim Übertritt in die nachobligatorische Ausbildung hat. Dies bedeutet, dass Interventionen zur Förderung einer erfolgreichen Schullaufbahn sehr früh ansetzen müssen.Die soziale Herkunft habe einen Einfluss auf den Bildungsweg.

Schülerinnen und Schüler aus sozial privilegierten Verhältnissen seien bei gleichen Leistungen aus zwei Gründen im Gymnasium übervertreten. Zum einen erhalten sie von zu Hause aus mehr Unterstützung.

Dies stärkt Fähigkeiten, die im Gymnasium vorausgesetzt werden. Zum andern schlagen sie häufiger den gymnasialen Weg ein, vermutlich weil ihre Eltern selber das Gymnasium besuchten und möglicherweise unzureichend über alternative Ausbildungsformen informiert sind..

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