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Erneuertes Platzspitzwehr soll Zufahrtsbrücke und Fischaufstieg erhalten

  • Erneuertes Platzspitzwehr soll Zufahrtsbrücke und Fischaufstieg erhalten
    Erneuertes Platzspitzwehr soll Zufahrtsbrücke und Fischaufstieg erhalten (Bild: Kanton Zürich)
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    Erneuertes Platzspitzwehr soll Zufahrtsbrücke und Fischaufstieg erhalten (Bild: Kanton Zürich)
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    Erneuertes Platzspitzwehr soll Zufahrtsbrücke und Fischaufstieg erhalten (Bild: Kanton Zürich)
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    Erneuertes Platzspitzwehr soll Zufahrtsbrücke und Fischaufstieg erhalten (Bild: Kanton Zürich)
2019-02-01 14:32:03
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Quelle: Kanton Zürich

Das Platzspitzwehr beim Zusammenfluss von Limmat und Sihl dient der Regulierung des Zürichsees und der Wasserkraftnutzung, wie der Kanton Zürich schildert.

Es wurde 1951 gebaut und sei erneuerungsbedürftig. Zudem könne es im Hochwasserfall zu wenig exakt gesteuert werden.

Der Kanton Zürich habe in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Zürich ein umfassendes Sanierungsprojekt erarbeitet. Der Regierungsrat habe nun das Vorprojekt für die Erneuerung des Platzspitzwehrs genehmigt und die Ausgaben für die weitere Projektierung bewilligt.Nach fast siebzig Betriebsjahren sei das Platzspitzwehr am Ende seiner technischen Lebensdauer.

Mit jedem weiteren Betriebsjahr nimmt die Zuverlässigkeit des Wehrs ab. Eine Erneuerung des Wehrs sei unumgänglich, damit es seine Funktionen zur Regulierung des Zürichseeausflusses und zur Wasserkraftnutzung im Limmat-Kraftwerk Letten auch künftig wahrnehmen kann.

Zudem lasse es sich zu wenig flexibel steuern, um bei Hochwasser wirksam regulierend eingreifen zu können. Die Wehranlage gehört dem Kanton und werde vom Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) betrieben.

Ihre Erneuerung muss einer Vielzahl von Anforderungen genügen. Neben der Funktionsfähigkeit des Wehrs und der Hochwassersicherheit waren in der Projektierung auch die gestalterische und städtebauliche Einbindung der Wehranlage, die Gewährleistung des Fischaufstiegs sowie die Zufahrt zu beachten.

Um allen Gesichtspunkten betreffend Ortsbild- und Denkmalschutz sowie Natur- und Landschaftsschutz, Ökologie und Erholung angemessen Rechnung zu tragen, bezog der Kanton entsprechende Experten sowie am Projekt interessierte Institutionen und Organisationen mit ein. Eine enge Zusammenarbeit erfolgte auch mit der Stadt Zürich als Standortgemeinde.

 Im Rahmen dieses partizipativen Vorgehens habe die Baudirektion in den letzten drei Jahren ein Vorprojekt erarbeitet. Der Regierungsrat habe dieses nun genehmigt.

Es enthält folgende Projektelemente:Die heutigen Wehrverschlüsse, so genannte Dachwehre, werden durch zwei neue Wehrklappen in den bestehenden beiden Wehrfeldern ersetzt (so genannte Sektorwehre). Diese neuen Wehrverschlüsse seien problemlos und zuverlässig regulierbar.

Die äussere Erscheinung des Wehrs werde sich kaum verändern und es werde weiterhin stetig und regelmässig etwas Wasser über beide Wehrfelder fliessen.Anstelle des Mattenstegs werde eine neue Zufahrtsbrücke erstellt und der alte Mattensteg rund 80 Meter flussaufwärts verschoben. Die neue Brücke dient zuerst als Zufahrt für die Bauarbeiten und danach für Unterhaltsarbeiten an der Wehranlage und am Platzspitz.

Eine Zufahrt durch den Park sei mit schweren Fahrzeugen nicht möglich, da die Wurzeln des alten, geschützten Baumbestandes Schaden nehmen würden.Im bestehenden Mitteldamm zwischen Limmat und Oberwasserkanal des Kraftwerks Letten entsteht ein Mäanderfischpass. Er sei raumsparend und fügt sich gut ins heutige Ortsbild ein.

Der neue Fischpass ermöglicht zahlreichen Fischarten, beim Platzspitzwehr wieder ihrem natürlichen Instinkt folgend von der Limmat in den Zürichsee aufzusteigen.Zusammen mit der Genehmigung des Vorprojekts habe der Regierungsrat zusätzliche Ausgaben von 2,1 Millionen Franken für die weitere Projektierung bewilligt. Die Gesamtinvestitionskosten für die Erneuerung des Platzspitzwehrs inklusive Zufahrtsbrücke und Fischaufstiegshilfe betragen gemäss Vorprojekt rund 20 Millionen Franken (mit einer Genauigkeit von plus/minus 20 Prozent).

Voraussichtlich trägt der Bund zwischen 35 bis 45 Prozent dieser Kosten. Die detaillierten Kosten werden nach Vorliegen des Bauprojekts im Frühling 2020 bekannt sein.

Auf dieser Basis entscheidet der Kantonsrat voraussichtlich im Herbst 2020 über den Projektkredit für die Erneuerung des Platzspitzwehrs. Die Detailprojektierung und der Bau dauern rund vier Jahre.

Voraussichtlich Ende 2024 werde das Projekt abgeschlossen sein.Bei einem Extremhochwasser der Sihl seien das untere Sihltal, die Innenstadt von Zürich und das Limmattal überschwemmungsgefährdet. Das Schadenpotenzial werde alleine für die Stadt Zürich auf bis zu 6,7 Milliarden Franken geschätzt.

2005 entging Zürich nur knapp grossen Hochwasserschäden. Seither verbessert der Kanton den Hochwasserschutz im Rahmen des Projekts «Hochwasserschutz Sihl, Zürichsee, Limmat» Schritt für Schritt.

Als langfristige Lösung plant er momentan einen Hochwasser-Entlastungsstollen zwischen der Sihl bei Langnau am Albis und dem Zürichsee in Thalwil.Das Platzspitzwehr habe durch seinen Beitrag zur Zürichseeregulierung eine zentrale Funktion im Projekt «Hochwasserschutz Sihl, Zürichsee, Limmat». Einerseits trägt es dazu bei, die Gemeinden entlang des Zürichsees vor Überflutungen der Ufer zu schützen.

Anderseits sorgt es dafür, dass auch limmatabwärts die Hochwassersituation unter Kontrolle bleibt..

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