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Noch einmal mehr Selbstanzeigen

2019-01-04 09:02:01
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Quelle: Kanton Zürich

Beim Steueramt des Kantons Zürich sind im letzten Jahr 7250 Selbstanzeigen eingegangen; damit wurde der Rekordwert des Vorjahres (6200) nochmals deutlich übertroffen, wie der Kanton Zürich mitteilt.

Zurückzuführen sei dies auf den Automatischen Informationsaustausch (AIA) von Bankdaten, der Anfang 2017 zwischen zahlreichen Ländern in Kraft getreten ist. Seit die straflosen Selbstanzeigen möglich seien (2010), waren beim Kantonalen Steueramt zuvor jeweils 850 bis 2100 solche Meldungen pro Jahr eingegangen.

 Wie viele Steuererträge die neu eingegangenen 7250 Fälle generieren, werde sich erst in den kommenden Jahren zeigen, wenn das Steueramt diese Fälle behandelt hat. Nachdeklariert wurden vor allem in- und ausländische Bankguthaben und Wertschriftendepots sowie in grosser Zahl auch ausländische Liegenschaften.

In vielen Fällen geht es dabei um vergleichsweise kleine Beträge, deren Nichtdeklaration zum Teil auch auf Nichtwissen oder Nachlässigkeit zurückzuführen ist. Angesichts der Flut von Selbstanzeigen liegt es auf der Hand, dass auch die Zahl der noch zu bearbeitenden Fälle gestiegen ist, von 3750 auf 6050. Das Steueramt rechnet damit, dass die Zahl der Selbstanzeigen nach der grossen AIA-Welle von 2017 und 2018 in diesem Jahr wieder abnehmen wird.Die hohe Zahl von Bagatellfällen spiegelt sich in der Zahl der rund 5000 Selbstanzeigen, welche das Steueramt im vergangenen Jahr erledigt hat.

Das sei mehr als im Vorjahr (3800) und deutlich mehr als in den früheren Jahren (700 bis 1900). In 23 Fällen handelte es sich bereits um die zweite Selbstanzeige derselben steuerpflichtigen Person, womit keine Straflosigkeit mehr möglich war, sondern zusätzlich eine Busse ausgefällt werden musste.Im Dezember 2018 habe das Steueramt erstmals vom Bund die aus dem Ausland gemeldeten AIA-Daten erhalten, die den Kanton Zürich betreffen: Es handelt sich um 347‘000 Meldungen.

Das Steueramt werde vorerst die wichtigsten Meldungen prüfen und aus dieser Analyse Erkenntnisse für das weitere Vorgehen gewinnen. Inhaltliche Aussagen über die Daten können noch keine gemacht werden.

Es sei aber nicht auszuschliessen, dass sich daraus wieder mehr Nachsteuer- und Bussenverfahren ergeben..

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