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Pflegeheime und Spitex sollen ihre Ausbildungstätigkeit weiter verstärken

2018-12-07 08:32:00
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Quelle: Kanton Zürich

Um dem Fachkräftemangel im Pflegebereich entgegenzuwirken, ist es nötig, dass Heime und Spitex ihre Ausbildungstätigkeit weiter verstärken, wie der Kanton Zürich mitteilt.

Der Regierungsrat schafft dazu den Rahmen mit einer Ausbildungspflicht für die Institutionen in der Langzeitpflege. Diese gilt ab nächstem Jahr.

Für die Zürcher Listenspitäler besteht seit 2013 eine vergleichbare Aus- und Weiterbildungsverpflichtung im Bereich der nichtuniversitären Gesundheitsberufe. Die Massnahme habe sich bewährt.Trotz der erfreulichen Entwicklung bei der Ausbildungstätigkeit entspreche die Zahl der Abschlüsse im Bereich der Pflege und Betreuung in der Schweiz heute noch nicht dem geschätzten jährlichen Nachwuchsbedarf der kommenden Jahre.

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, braucht es deshalb weitere Anstrengungen. Eine Massnahme besteht darin, dass die Betriebe ihre Ausbildungsarbeit noch weiter verstärken.

Der Regierungsrat schafft dazu mit der Ausbildungspflicht für die Institutionen der Langzeitpflege einen Rahmen. Gestützt auf eine Verordnung, die der Regierungsrat erlassen hat, sei die Verpflichtung für die rund 530 Heime und Spitex-Institutionen ab dem 1. Januar 2019 verbindlich.

Für die Listenspitäler besteht seit 2013 eine vergleichbare Aus- und Weiterbildungsverpflichtung in den nichtuniversitären Gesundheitsberufen; die Ausbildungstätigkeit sei in den letzten Jahren denn auch gestiegen.Die Umsetzung orientiert sich am kantonalen Nachwuchsbedarf und dem Ausbildungsbedarf für die einzelnen Berufe. Daraus ergibt sich ein Ausbildungssoll, das für jede Institution pro Beruf und Jahr bestimmt wird.

Die erste Berechnung der Soll-Werte erfolgte aufgrund der Stellenerhebungen und der verrechneten Pflegestunden des Jahres 2016 und gilt für die Jahre 2019 bis 2021. Die Werte konnten den Betrieben bereits Anfang dieses Jahres mitgeteilt werden. Je nach Beruf und Jahr müssen Heime und Spitex einen bestimmten Prozentsatz des Soll-Wertes erreichen.

Wer den Grenzwert nicht erreicht, entrichtet eine Ersatzabgabe, wer ihn übertrifft, erhält eine Gutschrift.Die Institutionen können Ausbildungsleistungen von einer anderen Institution beziehen oder an eine andere abgeben. Damit werde den Besonderheiten der einzelnen Betriebe Rechnung getragen: Kann eine Institution aus betrieblichen Gründen ihr Ausbildungssoll bei einem bestimmten Beruf nicht erfüllen, könne sie von einer anderen Institution, die mehr Ausbildung als erforderlich erbringt, Leistungen beziehen.

Betriebe haben damit auch einen Anreiz, sich über das erforderliche Mass hinaus in der Ausbildung zu engagieren. Ausserdem ermöglicht es der Bezug beziehungsweise die Abgabe von Ausbildungsleistungen den Heimen und Spitex-Organisationen, Ausbildungsverbünde zu schaffen, wie sich dies in der Praxis anbahnt.

Auch dieses Prinzip habe sich bei der Aus- und Weiterbildungsverpflichtung für Listenspitäler bereits bewährt..

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