Regional

Mindestfallzahlen: Grundsatzentscheid zugunsten von Qualität und Patientensicherheit im Spital

2018-09-26 16:02:11
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Quelle: Kanton Zürich

Die im Kanton Zürich vorgesehenen Mindestfallzahlen pro Operateur in Spitälern sind bundesrechtskonform und im öffentlichen Interesse: Zu diesem Schluss kommt das Bundesverwaltungsgericht, wie der Kanton Zürich berichtet.

Es weist die Beschwerde des Spitals Bülach in einem Piloturteil vollumfänglich ab. «Der höchstrichterliche Entscheid bestätigt unsere Überzeugung, mit gezielten Anforderungen an die Spitäler die Qualität der Behandlungen und damit die Sicherheit der Patientinnen und Patienten im Kanton zu stärken», hält Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger fest.Das Bundesverwaltungsgericht habe mit seinem heute publizierten Urteil die Beschwerde des Spitals Bülach gegen den Regierungsratsbeschluss, bei einzelnen ausgewählten medizinischen Eingriffen in Zürcher Listenspitälern Mindestfallzahlen pro Operateur zu verankern, vollumfänglich abgewiesen.

Die Mindestfallzahl-Vorgaben können damit im Kanton Zürich wie vorgesehen per 1. Januar 2019 eingeführt werden. Das Bundesverwaltungsgericht spricht im vorliegenden Fall selber von einem Grundsatzentscheid ‒ neun regionale Spitäler hatten gegen den Regierungsratsbeschluss Beschwerde eingereicht.Der Kanton Zürich habe 2012 als erster Kanton der Schweiz für einzelne spezialisierte medizinische Eingriffe Mindestfallzahlen pro Spital festgelegt.

Damit habe Zürich Pionierarbeit geleistet. Die Mindestfallzahl-Vorgaben bilden eine wichtige Qualitätsanforderung für spezifische Leistungen in den Spitälern.

Denn grundsätzlich gilt: Mit steigender Fallzahl steigt die Qualität der Behandlung und sinkt das Risiko, dass bei einem Eingriff Fehler passieren. Die Verankerung von Mindestfallzahlen pro Spital habe sich im Kanton Zürich denn auch positiv ausgewirkt: So sank die Mortalität zwischen 2012 und 2015 bei Behandlungen mit Mindestfallzahlen mehr als doppelt so stark wie bei Behandlungen ohne Vorgaben, und die Fallkosten stiegen bei Behandlungen mit Mindestfallzahlen rund dreimal weniger stark als in den übrigen Bereichen.

Vor diesem Hintergrund legte der Regierungsrat per 1. Januar 2019 für sechs Leistungsgruppen neu auch Mindestfallzahlen pro Operateur im Spital fest; die Vorgaben gelten bei Prostataentfernungen, Hüft-, Knieprothesen- und Prothesewechsel-Operationen, gynäkologischen Tumoren und Brustkrebsbehandlungen. Der Kanton stärkt so die Qualität der Spitalbehandlungen weiter..

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