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Regional

Für ein neues Fussballstadion und 299 gemeinnützige Wohnungen

2018-09-26 14:32:02
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Am 25. November 2018 stimmen die Zürcherinnen und Zürcher über die Zukunft des Areals Hardturm ab, wie die Stadt Zürich mitteilt.

Geplant seien ein neues Fussballstadion für 18 000 Fans, insgesamt 299 gemeinnützige Wohnungen sowie zwei Hochhäuser mit 570 Wohnungen und vielfältigen Gewerberäumen. Der Bau des Stadions sowie der Wohnungen werde privat finanziert, ein städtischer Betriebsbeitrag an das Stadion sei nicht vorgesehen.

Zudem erhält die Stadt Zürich jährliche Baurechtszinse in der Höhe von 1,2 Millionen Franken. Ab der Saison 2022/23 solle der Ball im neuen Stadion rollen.

Im Jahr 2013 haben die Zürcherinnen und Zürcher an der Urne Nein zu einem von der Stadt Zürich bezahlten Fussballstadion auf dem Areal Hardturm gesagt. Der Stadtrat habe daraufhin den Ball des Gemeinderats aufgenommen und einen Investorenwettbewerb lanciert, mit dem Ziel, ein privat finanziertes Fussballstadion für 18 000 Zuschauerinnen und Zuschauer sowie mindestens 150 gemeinnützige Wohnungen und ein Investorenprojekt zu realisieren.

Die Fachjury habe sich einstimmig für das Projekt «Ensemble» der Investoren HRS Real Estate AG (HRS), Immobilienanlagegefässe der Credit Suisse sowie Allgemeine Baugenossenschaft Zürich (ABZ) ausgesprochen. Die private Bauherrschaft habe danach das Projekt weiterentwickelt, im September 2017 wurden sowohl die Baurechtsverträge abgeschlossen als auch der private Gestaltungsplan eingereicht.Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger stimmen am 25. November 2018 über einen Objektkredit in der Höhe von insgesamt 50 Millionen Franken ab.

Dieser Betrag habe für die Stadt Zürich keine Auswirkungen auf die laufende Rechnung. Es handelt sich um eine buchhalterische Übertragung der für das Fussballstadion und die gemeinnützigen Wohnungen vorgesehenen Teilgebiete vom Finanz- ins Verwaltungsvermögen.

Zusätzlich stimmen die Zürcherinnen und Zürcher über die Genehmigung der Baurechte und einen Einnahmeverzicht auf dem für die Hochhäuser vorgesehenen Teilgebiet ab. Damit die privaten Investoren das Stadion realisieren können, solle die Stadt dieses Vorhaben mit einem reduzierten Baurechtszins für die Hochhäuser unterstützen.

Daraus resultiert ein jährlich wiederkehrender, hypothetischer Einnahmeverzicht von maximal 1,7 Millionen Franken. Die Stadt Zürich würde ohne Erstellungspflicht für ein Fussballstadion auf dem für die Hochhäuser vorgesehenen Arealteil nie ein Bauprojekt realisieren, das einen Baurechtszins von 2,7 Millionen Franken erzielen würde.

Der Einnahmeverzicht habe somit keinen Einfluss auf den städtischen Finanzhaushalt. «Mit dem jetzigen Projekt bekommt Zürich endlich ein richtiges Fussballstadion und noch 299 gemeinnützige Wohnungen dazu», so Stadtpräsidentin Corine Mauch.Insgesamt werden die privaten Baurechtsnehmenden der Stadt Zürich einen jährlichen Baurechtszins in der Höhe von rund 1,2 Millionen Franken über eine Laufzeit von 92 Jahren bezahlen.

Der Bau des Stadions sowie der Wohnungen werde privat finanziert, zudem sei kein städtischer Betriebsbeitrag an das Stadion vorgesehen. Die Baurechtsverträge enthalten wie üblich Bestimmungen zum Zeitpunkt und zu den Konditionen der Beendigung der Baurechtsverhältnisse.

Die Regelung eines möglichen Heimfalls der beiden Hochhäuser in 92 Jahren sieht vor, dass die beiden Hochhäuser dann an die Stadt zurückfallen und sie die Inhaberin mit 80 Prozent des dannzumaligen Werts entschädigt. Nach heutigen Berechnungen (ohne Teuerung) beträgt der Wert dann 280 Millionen Franken.

Die Stadt bezahlt dafür 224 Millionen Franken, was ein Heimfallvorteil von 56 Millionen Franken bedeutet.Insgesamt seien Wohnungen für rund 1500 Menschen vorgesehen. In den beiden Hochhäusern planen die privaten Investoren 570 Wohnungen im mittleren Preissegment.

Dazu Stadtrat André Odermatt, Vorsteher Hochbaudepartement: «Auf dem ganzen Areal seien zudem attraktive Gewerbe- und Atelierflächen vorgesehen, die auch Treffpunkt für das ganze Quartier werden sollen. Das Projekt wurde von drei hochkarätigen Architekturbüros gewonnen.

Eine Fachjury und das Baukollegium haben auch die Hochhäuser ausdrücklich gewürdigt.»In der Wohnsiedlung, die die Allgemeine Baugenossenschaft Zürich ABZ erstellen wird, sollen die Mieten der 2.5- bis 6.5-Zimmer-Wohnungen zwischen rund 1150 und 1850 Franken liegen. Die Siedlung umfasst zusätzlich einen Doppelkindergarten, einen Gemeinschaftsraum sowie öffentliche Begegnungszonen und einen attraktiven Gartenhof.

Die Mietpreise in den Hochhäusern betragen monatlich für die 2.5-Zimmer-Wohnungen (Grösse etwa 65mZusätzlich habe die Credit Suisse der Stadt Zürich im Rahmen des Projekts Ensemble verbindlich weitere 125 Wohnungen in fünf Liegenschaften angeboten, die für den gemeinnützigen Wohnungsbau genutzt werden können. Bei einem Ja am 25. November 2018 könnten somit insgesamt 299 Wohnungen für den gemeinnützigen Wohnungsbau realisiert werden.

Der Anteil gemeinnütziger Wohnungen an allen im Projekt realisierten Wohnungen liegt bei 34 Prozent, was gleichzeitig auch der Vorgabe in der Gemeindeordnung entspricht, wonach bis 2050 ein Drittel aller Mietwohnungen gemeinnützig sein soll.Die SP habe Mitte August eine Volksinitiative lanciert, die vorsieht, dass die Stadt Zürich ein Stadion für 130 Millionen Franken baut. Die Volksinitiative wurde noch nicht eingereicht, der Stadtrat werde im Rahmen der regulären Prozesse die Gültigkeitsprüfung vornehmen.

«Die Zürcherinnen und Zürcher haben bereits 2013 Nein zu einem städtisch finanzierten Stadion gesagt. Mit dem vorliegenden und privat finanzierten Projekt Ensemble kommen die Vereine und die Stadt Zürich schneller ans Ziel und es werden keine Steuergelder gebraucht», so der Finanzvorsteher Daniel Leupi.Das Fassungsvermögen des Stadions belaufe sich auf 18 000 Zuschauerinnen und Zuschauer.

Das Stadion solle 2022 fertiggestellt sein, die ersten Spiele seien für die Saison 2022/23 vorgesehen. Der Bau des Stadions kostet 105 Millionen Franken.

Investor sei die HRS Investment AG. «Fussball sei die Sportart Nummer eins in Zürich.

Die Fussballfans und die beiden Stadtzürcher Fussballvereine wünschen sich schon lange ein reines Fussballstadion, wie es in vielen anderen Schweizer Städten in den letzten Jahren realisiert wurde», betont der Sportminister, Stadtrat Filippo Leutenegger. Das neue Stadion solle ein attraktiveres Zuschauererlebnis ermöglichen und gleichzeitig die Vermarktungs- und Sponsoringmöglichkeiten der beiden Fussballvereine FCZ und GCZ verbessern..

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