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Kindes- und Erwachsenenschutz: Kanton Zürich prüft gesetzliche Grundlagen

2018-09-17 12:02:14
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Quelle: Kanton Zürich

Trotz anhaltendem Bevölkerungswachstum hat die Zahl der Kindes- und Erwachsenenschutzmassnahmen im Kanton Zürich im Jahr 2017 leicht abgenommen, wie der Kanton Zürich berichtet.

Das geht aus dem Bericht der Aufsichtsbehörde im Kindes- und Erwachsenenschutz für 2017 hervor. Regierungsrätin Jacqueline Fehr lasse untersuchen, ob das entsprechende Gesetz (EG KESR) wirksam, tauglich und effizient ist.Die Aufsichtsbehörde stützt ihre positive Bilanz auf verschiedene Befunde.

Im Vergleich zum Vorjahr habe der Bestand an angeordneten Massnahmen um etwas mehr als ein halbes Prozent abgenommen. Im Vierjahresvergleich (2014–2017) sei dieser Wert zwar um 1,3 Prozent gestiegen.

Die Bevölkerung im Kanton Zürich sei in diesem Zeitraum aber um 3,8 Prozent gewachsen. Anders ausgedrückt: Während 2014 auf 1000 Einwohnerinnen und Einwohner durchschnittlich 14,7 Personen von einer Massnahme betroffen waren, sank dieser Wert im Jahr 2017 auf 14,3. Dies entspreche einem Rückgang von rund 3 Prozent.Bei ihren Visitationen habe die Aufsichtsbehörde unter anderem jeweils vier Verfahren genau beurteilt, welche die Behörden selber als besonders risikobehaftet bezeichneten.

Die Visitationen zeigten, dass die KESB in diesen Risikofällen rasch und zweckmässig handelten. Leicht verbessert habe sich die Belastungssituation der Mitarbeitenden der KESB.

Indiz dafür sei die Tatsache, dass die Gleitzeit- und Ferienguthaben der Mitarbeitenden gegenüber 2016 abgenommen haben. Die Fluktuationsrate beim Personal sei zwar nach wie vor vergleichsweise hoch, auch sie sei aber gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig.Die gesetzliche Grundlage der KESB, das sogenannte EG KESR, sei jetzt seit gut fünf Jahren in Kraft.

Weil es sich um einen besonders sensiblen Bereich des gesellschaftlichen Zusammenlebens handelt, habe Regierungsrätin Jacqueline Fehr eine Überprüfung des Gesetzes angestossen. Ein Team von Fachleuten solle ermitteln, ob das Gesetz wirksam, tauglich und effizient ist.

Überprüft werden sollen unter anderem auch die Strukturen, Abläufe und Schnittstellen zu anderen Behörden. Ein Schlussbericht solle Ende 2019 vorliegen..

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