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Keine Südstarts geradeaus über dichtest besiedeltes Gebiet

2018-09-03 21:32:03
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Das BAZL hat heute das neue Betriebsreglement für den Flughafen Zürich öffentlich aufgelegt, wie die Stadt Zürich berichtet.

Die Änderungen bedeuten vor allem mehr Lärm über dem dichtest besiedelten Gebiet im Süden des Flughafens. An Bisentagen solle künftig am Flughafen Zürich der «Südstart geradeaus» geflogen werden.

Die direkt betroffenen Gemeinden der Allianz Ballungsraum Flughafen Süd werden gegen das Betriebsreglement Rechtsmittel ergreifen. Die rund 180 000 Menschen im direkten Süden des Flughafens seien bereits heute stark durch Fluglärm belastet.

Die Allianz Ballungsraum Flughafen Süd setzt sich dafür ein, dass durch den Flugbetrieb am Flughafen Zürich möglichst wenige Menschen und diese mit möglichst wenig Fluglärm belastet werden. Das neue Betriebsreglement des Flughafens Zürich bedeutet für die dichtest besiedelte Region um den Flughafen eine weitere Zunahme des Fluglärms.

Südstarts geradeaus und mit Rechtskurve über dichtest besiedeltes Gebiet seien lärmtechnisch die schlechteste aller Varianten. Auch die Änderung der Startroute ab Piste 28 und die erweiterte Linkskurve ab Piste 16 bringen zusätzlichen Lärm in den Allianzgemeinden.

Es sei unverständlich, dass immer mehr Flugbewegungen über eines der am schnellsten wachsenden Entwicklungsgebiete im Kanton Zürich führen. Bereits heute trägt der Süden des Flughafens über einen Viertel am Lärm.Mit dem aufgelegten Betriebsreglement seien längerfristig rund 7500 «Südstarts geradeaus» vorgesehen.

Gemäss den Prognosen des Flughafens werde sich die Zahl der am Tag mit Lärm belasteten Menschen gemäss Zürcher Fluglärm-Index ZFI durch das neue Betriebsreglement zusätzlich erhöhen. Besonders deutlich fällt die Zunahme der lärmbetroffenen Bevölkerung in den bereits heute stark belasteten Gemeinden des Ballungsraum Flughafen Süd aus: Bis 2030 sei mit einer Zunahme der am Tag mit Lärm belasteten Menschen um 50% auf rund 23 000 Personen zu rechnen.

Das seien dann rund 45% aller gemäss ZFI am Tag mit Lärm belasteten Personen.Die Allianz Ballungsraum Flughafen Süd begrüsst deshalb auch das zwischen dem Kanton und dem Flughafen Zürich vereinbarte Monitoring zum Bisenkonzept, das eine Kontrolle der neuen Südstarts geradeaus darstellt. Sie begrüsst auch, dass im Betriebsreglement für Nebellagen eine bessere Lösung als Südstarts geradeaus gefunden werden konnte.

Gegen das neue Betriebsreglement werden sich die direkt betroffenen Gemeinden der Allianz Ballungsraum Flughafen Süd mit den ihnen zur Verfügung stehenden Rechtsmitteln wehren und sich für die Interessen der Bevölkerung im Süden des Flughafens einsetzen.Der Flughafen Zürich sei für die gesamte Region Zürich und auch für die Schweiz ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Ein Flugbetrieb, der eine nachhaltige Entwicklung des Flughafens ermöglicht, sei eine Voraussetzung für den Erfolg der Wirtschaftsregion Zürich.

Gleichermassen wichtig sei der Schutz der Bevölkerung vor schädlichen Auswirkungen des Flugbetriebs. Letztendlich könne der Flughafen nur mit gutem Rückhalt in der Bevölkerung erfolgreich sein.

Mit den geplanten Südstarts geradeaus und mit Rechtskurve verspielt sich der Flughafen diesen Rückhalt im Süden.Die Allianz Ballungsraum Flughafen Süd vertritt die Interessen der Bevölkerung in den lärmbelasteten Städten und Gemeinden Opfikon, Dietlikon, Wangen-Brüttisellen, Dübendorf, Wallisellen und der Stadt Zürich, also das Gebiet im unmittelbaren Süden des Flughafens Zürich. Hier leben rund 180 000 Menschen und noch mehr arbeiten hier tagsüber.

Der Ballungsraum sei damit eines der dichtest besiedelten Gebiete um den Flughafen Zürich und in der ganzen Schweiz. Die Allianz setzt sich für sechs gemeinsame Interessen ein, die im Positionspapier zusammengefasst sind..

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