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In Untersuchungshaft weniger lang in der Zelle

2018-07-13 10:32:14
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Quelle: Kanton Zürich

Das Amt für Justizvollzug hat am Freitag an seiner Jahresmedienkonferenz Schritte zur Weiterentwicklung der Untersuchungshaft vorgestellt, wie der Kanton Zürich ausführt.

Eine intensivere Betreuung der Inhaftierten, längere Aufenthaltszeiten ausserhalb der Zelle und Lockerungen in einer zweiten Phase der Untersuchungshaft seien das erklärte strategische Ziel. Insgesamt habe die Zahl der Aufenthaltstage in Untersuchungshaft seit 2013 um 16 Prozent abgenommen.Insgesamt verzeichnet das Amt für Justizvollzug für das Jahr 2017 422\\\'631 Aufenthaltstage verteilt auf 1\\\'306 Vollzugsplätze.

Die Auslastung lag damit bei knapp 90 Prozent. Nach Aussage von Amtschef Thomas Manhart handelt es sich um einen idealen Auslastungsgrad, der den Vollzugsverantwortlichen die Möglichkeit gibt, Gefangene bei Bedarf in andere Institutionen zu versetzen.

Die Anzahl von Aufenthaltstagen in der Untersuchungshaft haben seit 2013 von 139\\\'386 um 16 Prozent auf 116\\\'453 im Jahr 2017 abgenommen. Dies sei laut Manhart darauf zurückzuführen, dass die Kriminalität im Kanton Zürich wie in der ganzen Schweiz abnimmt.

«Eine erfreuliche gesellschaftliche Entwicklung, die uns die Möglichkeit bietet, unser Angebot zu differenzieren und noch besser auf die Problemstellungen der Straftäter zuzuschneiden», sagte Manhart am Freitag vor den Medien. Abschliessend stellte er fest, dass es dem Justizvollzug des Kantons Zürich auch im letzten Jahr gelungen ist, den Platzbedarf richtig einzuschätzen und gut zu planen.

Jérôme Endrass, Stabschef des Amts, erläuterte vor den Medien eine leichte Zunahme der Psychiatrisch-Psychologischen Versorgung. Straftäter benötigen laut Endrass häufiger psychiatrische Unterstützung als in früheren Jahren, z.B.

wegen Schlaflosigkeit oder einer Depression. Beschuldigte und Straftäter müssten zudem häufiger in psychiatrische Kliniken versetzt werden.

Im Abnehmen begriffen sei laut Endrass dagegen die Anzahl der deliktorientierten Behandlungen zur Senkung der Rückfälligkeit. «Dies widerlegt ganz klar die These der Psychiatrisierung des Justizvollzugs», hielt Endrass fest.Das Amt für Justizvollzug umfasst die Bewährungs- und Vollzugsdiensten, die für den Straftäter während seiner gesamten Verweildauer im Justizvollzug zuständig seien und seinen Vollzug organisieren – vom Eintritt bis hin zu Entlassung und Bewährungshilfe.

Diese arbeiten eng mit dem Psychiatrisch-Psychologischen Dienst zusammen. Daneben gibt es die Justizvollzugsanstalt (JVA) Pöschwies, die grösste JVA der Schweiz, die Vollzugseinrichtungen Zürich (VEZ) mit ihren fünf Gefängnissen, wo die Straftäter mit kürzeren Freiheitsstrafen untergebracht werden, die Untersuchungsgefängnisse Zürich (UGZ) mit ihren fünf Gefängnissen sowie das Massnahmenzentrum Uitikon für Jugendliche und junge Erwachsene..

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