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Umfassende Modernisierung des Pfauens für das Schauspielhaus

2018-07-06 17:32:09
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Das Schauspielhaus ist eine der wichtigsten kulturellen Institutionen der Stadt Zürich, wie die Stadt Zürich berichtet.

Die räumlichen Strukturen für Publikum, Kunst, Technik und Nachbarschaft seien veraltet und entsprechen den heutigen und künftigen Anforderungen nicht mehr. Der Stadtrat will das geschichtsträchtige Haus am Pfauen vollständig modernisieren und eine neue Basis für die Zukunft des Schauspielhauses legen.

Das Schauspielhaus Zürich zeigt pro Spielzeit rund 600 Aufführungen. Etwa zwanzig Neuinszenierungen haben pro Jahr Premiere.

Mit durchschnittlich rund 150 000 Zuschauerinnen und Zuschauern zählt das Schauspielhaus Zürich zu den wichtigsten Kulturinstitutionen der Stadt Zürich und gehört zu den führenden Bühnen im deutschsprachigen Raum. Das Schauspielhaus geniesst einen internationalen Ruf und strahlt über Zürich hinaus.Im Laufe der Jahrzehnte sei am historischen Pfauen-Gebäude immer wieder gebaut und renoviert worden.

Die schwierigen Platzverhältnisse für Publikum, Kunst und Technik konnten dadurch nicht behoben werden: Die Bühnensituation sei veraltet und lasse moderne Inszenierungsformen nur schlecht zu, der technische Betrieb gestaltet sich aufgrund der engen Nebenbühne sehr umständlich. Für die Zuschauerinnen und Zuschauer seien die Sicht auf die Bühne, die Akkustik, das Raumklima sowie die Aufenthaltsqualität und die Situation im Foyer alles andere als ideal.

Der Pfauen entspreche bei weitem nicht mehr den heutigen und künftigen Bedürfnissen des Publikums.Die Stadt habe mehrere Varianten geprüft, wie die unbefriedigende Situation grundlegend verbessert werden könnte. Ein Rückbau des prägenden Blockrands mit seiner bekannten Fassade kommt nicht in Frage.

Eine nachhaltige Verbesserung für das Publikum, den Theaterbetrieb und die Nachbarschaft werde mit einer umfassenden Modernisierung und einem Neubau der Innenhofüberbauung mit neuem Zuschauersaal und neuem Bühnenhaus erreicht. Die heutige Arealfläche solle dabei nicht verändert werden.Der Projektentwurf sieht vor, die jetzige Bühne zu vergrössern und mit einer Hinter- und zwei Nebenbühnen zu versehen.

Die Logistik und Anlieferung werde verbessert. Das entlastet auch die Nachbarschaft.

Es solle ein neuer Zuschauerraum entstehen, der über das heutige Strassenniveau angehoben wird. Die Anzahl Sitzplätze werde nicht erhöht, der Komfort und die Qualität für die Zuschauerinnen und Zuschauer verbessern sich deutlich.

Es entsteht ein grosszügigeres und attraktiveres Foyer. Durch die Gesamtinstandsetzung werde das Bühnenhaus höher und prägender.

Das Schauspielhaus gewinnt an Profil und trägt städtebaulich zum Heimplatz als wichtigem Ort der Kultur in Zürich bei.Hochbauvorsteher André Odermatt räumte ein, dass die denkmalpflegerische Güterabwägung über Erhalt oder Rückbau des historischen Zuschauersaals schwer gefallen ist. Letzterer sei ein wichtiger Zeitzeuge aus der Emigrantenzeit.

«Damals wie heute wünscht Zürich sich ein lebendiges und zeitgemässes Theater. Deshalb habe der Stadtrat beschlossen», so Odermatt, «das Pfauen-Gebäude aus dem Inventar der Denkmalpflege teilweise zu entlassen, wenn Gemeinderat und Stimmvolk der Modernisierung zustimmen.»Die umfassende Modernisierung der Liegenschaft Pfauen für das Schauspielhaus steht noch ganz am Anfang.

Für verlässliche Aussagen über die Terminierung und die Kosten sei es noch zu früh. Nach dem Beschluss zur Inventarentlassung stehen als weitere Schritte unter anderem der Projektierungskredit, der Architekturwettbewerb und dann der Objektkredit an, der von Stadt- und Gemeinderat, und dann anlässlich einer Volksabstimmung genehmigt werden muss..

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