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Erweiterung Kunsthaus Zürich: Meilenstein Rohbau-Fertigstellung

2018-07-03 09:02:04
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Im Inneren des Rohbaus lassen sich die Proportionen der zukünftigen Museumsräume in ihren Grundzügen erkennen, wie die Stadt Zürich meldet.

Wiebke Rösler Häfliger, Direktorin des Amts für Hochbauten der Stadt Zürich, lobte David Chipperfields Entwurf: die räumlichen Qualitäten, die Materialisierung sowie die Eingangshalle, die zum öffentlich zugänglichen Garten der Kunst führt, seien wie aus einem Guss. Kunsthaus-Direktor Christoph Becker sieht im grössten Kunstmuseum der Schweiz ein Symbol für Kontinuität und Erneuerung.

So gibt es mehr Raum für die Interaktion zwischen Kunst und Publikum. Der Anteil der zeitgenössischen Kunst werde ebenso gestärkt wie die Französische Malerei, die mit der Stiftung Sammlung E.G.

Bührle einen Schwerpunkt bildet, wie er ausserhalb von Paris sonst nirgends in Europa erfahren werden kann. Mit einem Shop- und Barbetrieb sowie einem Festsaal – Einrichtungen, die auch ausserhalb der Öffnungszeiten des Museums geöffnet bleiben können – werde das neue Kunsthaus Menschen mit den unterschiedlichsten Bedürfnissen anziehen und an sein Angebot heranführen.Ein integrativer Teil des Bauvorhabens ist, neben dem Garten der Kunst, das Kunst- und Bau-Konzept «Tastende Lichter» der Künstlerin Pipilotti Rist.

Von einem künstlerisch gestalteten Mast auf dem Heimplatz werden farbige Lichtpunkte auf die umliegenden Fassaden- und Bodenflächen projiziert. Zusammen mit massgeschneiderten Videos für die Nischenfiguren beim Moserbau hauchen die sich langsam vorwärtstastenden Farbkreise den steinernen Oberflächen neues Leben ein und erzeugen eine räumliche und ästhetische Verbindung zwischen den Kulturinstitutionen auf dem Heimplatz.Die Baustellenlogistik am Heimplatz gestaltet sich sehr anspruchsvoll.

Das zeigt sich allein anhand der grossen Materialumwälzungen, der knappen Fläche für Geräte und der Koordination parallel laufender Prozesse. Zu Spitzenzeiten seien bisher ungefähr 120 Bauarbeitende gleichzeitig am Werk.

Dass die unterirdische Passage  für die Verkehrsteilnehmenden beinahe unbemerkt erstellt wird, sei nicht selbstverständlich. Der von den Massnahmen ebenfalls betroffene Bestandsbau von Karl Moser macht die temporäre Verlagerung des Eingangs (noch bis September 2019) erforderlich.

Doch bleibt das Kunsthaus mit seiner Sammlung und seinem Ausstellungsprogramm offen.Das neue Kunsthaus sei auch im Sinne der 2000-Watt-Gesellschaft zukunftsweisend. Es sei über den gesamten Lebenszyklus auf deren Ziele ausgerichtet.

Der Gesamtenergiebedarf für Gebäudebetrieb (Wärme, Kälte, Elektrizität), Baustoffe (Graue Energie) und Mobilität solle gegenüber bestehenden Museen mit ökologisch nachhaltigen Lösungen massgeblich reduziert werden. Beispielsweise durch die Verwendung von Recyclingbeton, der ungefähr 95 Prozent der Gesamtmenge des verbauten Betons ausmacht.Die Rohbau-Fertigstellung erfolgt knapp drei Jahre nach dem Baubeginn (3. August 2015).

Der Baufortschritt verläuft nach Plan. Der Kredit von 206 Millionen Franken werde gemäss heutigem Projektstand eingehalten.

Der private Anteil von über 80 Millionen Franken sei gesichert. Auch die Fertigstellung im Jahr 2020 werde nach heutiger Planung termingerecht erfolgen.

Als nächstes werde mit dem Innenausbau, der Wärmedämmung, dem Fenstereinbau sowie mit der Verkleidung der Fassade (Naturstein aus der Schweiz) begonnen. Die «Aufrichte» sei zwischen Grundsteinlegung und Eröffnung der wichtigste Meilenstein für die Bauherrschaft .

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