Regional

Verlängerung der Glattalbahn: Regierungsrat bewilligt 5,7 Millionen Franken für Vorprojekt

2018-11-08 14:02:01
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Quelle: Kanton Zürich

Die Glattalbahn soll von der heutigen Endhaltestelle am Flughafen bis ins Entwicklungsgebiet Steinacker in Kloten verlängert werden, wie der Kanton Zürich berichtet.

Gleichzeitig seien Massnahmen zum Hochwasserschutz entlang des Altbachs vorgesehen. Ebenfalls Teil des Vorprojekts sei eine Velohauptroute zwischen Flughafen, Fracht und Kloten Steinacker.

Dafür habe der Regierungsrat insgesamt 5,7 Millionen Franken bewilligt. Die VBG Verkehrsbetriebe Glattal AG seien für die Planung verantwortlich.Die Glattalbahn wurde zwischen 2004 und 2010 gebaut.

In den letzten 6 Jahren seien die Fahrgastzahlen auf den Linien 10 (Abschnitt Leutschenbach – Flughafen) und 12 um gut 50 Prozent gestiegen. Die Bahn leistet einen unverzichtbaren Beitrag, um die steigenden Mobilitätsbedürfnisse in der Region umweltfreundlich und nachhaltig abzudecken.

Das bestehende Schienennetz der Glattalbahn solle nun durch das Zentrum der Stadt Kloten ins Entwicklungsgebiet Steinacker verlängert werden. Für das entsprechende Vorprojekt, in dem die Grundlagen für das Vorhaben erarbeitet werden, habe der Regierungsrat 5,7 Millionen Franken bewilligt.

 Das Gebiet Steinacker sei für die Stadt Kloten ein bedeutendes Entwicklungsgebiet. Künftig sollen dort bis zu 4‘500 Personen wohnen und bis zu 7‘000 Menschen arbeiten.

Eine rechtzeitige, zuverlässige und qualitativ gute Erschliessung dieses Gebiets mit dem öffentlichen Verkehr sei für die Stadt und auch den Kanton ein vordringliches Anliegen. Die geplante Verlängerung der Glattalbahn setzt an der heutigen Endhaltestelle beim Flughafen, Fracht an.

Anschliessend solle die Bahn über die Autobahn bis zur Industriestrasse und von dort in Richtung Bassersdorf geführt werden. Prognosen gehen von rund 7‘000 Fahrgästen pro Tag auf diesem neuen Streckenabschnitt aus.

Die Investitionen für dieses Stadtbahnprojekt werden auf rund 180 Millionen Franken geschätzt. Es werde eine substantielle Beteiligung durch den Bund angestrebt.Die Gleise der Glattalbahn sollen über weite Strecken parallel zum Altbach verlegt werden.

Bei Hochwasser stellt der Bach für die Stadt Kloten und für den Flughafen ein hohes Risiko dar. Daher solle der Hochwasserschutz des Altbaches im Rahmen des Projekts verbessert werden.

Im Rahmen einer Vorstudie wurden dazu von einem Expertengremium mehrere Varianten untersucht. Die Bestvariante dieser Vorstudie sieht einen neuen Hochwasserentlastungskanal vor, der unterirdisch parallel zum Bach geführt wird.

Dadurch werde es möglich, den Altbach auf dem Abschnitt des Entlastungskanals zu renaturieren und einen attraktiven Grünraum für die Bevölkerung zu schaffen. Die Kosten für diese Massnahmen werden auf rund 70 Millionen Franken veranschlagt.Der Kanton Zürich will das Projekt für die Verlängerung der Glattalbahn sowie die Verbesserung des Hochwasserschutzes und die Velohauptroute dem Bund 2021 zur Mitfinanzierung im Rahmen der Agglomerationsprogramme der vierten Generation einreichen.

Bis Frühjahr 2020 solle dafür ein abgeschlossenes Vorprojekt vorliegen. Die Durchführung der Vorprojektierung werde der Verkehrsbetriebe Glattal AG (VBG) übertragen.

Gestützt auf das Vorprojekt sollen dem Regierungsrat anschliessend weitere Projektierungsmittel beantragt werden..




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