Regional

GC, FCZ und Stadt Zürich gemeinsam gegen Fussballgewalt

2018-09-14 08:32:02
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Quelle: Stadt Zürich

Die beiden Stadtzürcher Fussballclubs GC und FCZ und die Stadt Zürich werden künftig mit vereinten Kräften gegen die Gewaltproblematik im Umfeld des Fussballs vorgehen, wie die Stadt Zürich berichtet.

Geplant seien Massnahmen im Bereich der Prävention und Repression. Die Strafverfolgungsbehörden seien bereits aktiv geworden.

Gewalt im Umfeld des Fussballs beschäftigt die Schweiz und auch Zürich seit vielen Jahren. Verschiedenste Massnahmen wurden von Seiten der Clubs wie auch der Behörden ergriffen, zu denken sei etwa an das kantonale «Hooligan-Konkordat».

Art und Ausmass der Gewalt haben sich indessen immer wieder verändert. So finden Gewalttätigkeiten in Zürich seit rund einem Jahr kaum mehr im, sondern ausserhalb des Stadions statt.

Die Brutalität einzelner Vorfälle sei beängstigend. Zentral ist, dass die Fussballclubs, die Stadt Zürich und die Strafverfolgungsbehörden am gleichen Strick ziehen und eng zusammenarbeiten.

Deshalb werden die Expertengruppe der Clubs und die städtische Arbeitsgruppe Orbit in der neuen Projektgruppe «Doppelpass» zusammengeführt. Das Projektteam besteht aus Vertretern der Clubs, der Staatsanwaltschaft, der Stadtpolizei, des Schul- und Sportdepartements, des Sozialdepartements und des Sicherheitsdepartements.

Die Arbeiten wurden bereits aufgenommen. Es herrscht Einigkeit darüber, dass eine kleine Gruppe von Gewalttätern das Problem bildet.

Diese Gewalttäter, die eine falsch verstandene Rivalität pflegen und deren Vorgehen gegen Polizeiangehörige und sogar gegen Schwache und Unterlegene auch von vielen Fans und Ultras in der Kurve verurteilt wird, sollen isoliert und strafrechtlich verfolgt werden. Das Verhalten der allermeisten Fans von GC und FCZ sei nicht zu beanstanden.

Diese vernünftigen Fans gehören zum Fussballsport, seien für diesen eine Bereicherung und können einen wichtigen Beitrag leisten, die Situation zu verbessern. Im Bereich der Prävention werde das Engagement verstärkt.

Entsprechend werde es mehr Ressourcen brauchen. Der Fokus werde künftig auf den jungen Fans liegen, die Schnittstelle zwischen der Fan- und Jugendarbeit sei zu institutionalisieren.

Im Bereich Jugend und Sport sollen weitere Akteure miteinbezogen werden, zu denken sei beispielsweise an Anti-Gewalt-Aktionen und -Statements von Spielern und weiteren Schlüsselpersonen. Soweit einzelne Massnahmen ergriffen werden, seien diese zu koordinieren.

Gemeinsame Aktivitäten sollen verstärkt erfolgen und der Wirkungsgrad durch «one voice» erhöht werden. Wer an gewalttätigen Ausschreitungen teilnimmt, stumpfe und sinnlose Gewalt gegen andere verübt, muss mit repressiven Massnahmen rechnen.

Wahre Fans und Ultras, die sich im Umfeld des Fussballs korrekt verhalten, haben nichts zu befürchten. Der Fokus der Strafverfolgungsbehörden liegt auf der kleinen Gruppe von Gewalttätern, und diese werden künftig mit allen zur Verfügung stehenden rechtstaatlichen Mitteln verfolgt.

Die Strafverfolgungsbehörden seien bereits aktiv geworden. Zudem werde sich die Arbeitsgruppe «Doppelpass» mit diversen Fragen beschäftigen, beispielsweise wie Personen geschützt werden können, die Straftaten zur Anzeige bringen oder Informationen liefern.

Geprüft werden sollen auch Massnahmen zur De-Anonymisierung von Gewalttätern etwa durch den Einsatz von mobilen und temporären Videokameras, die Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen Stadtpolizei, Staatsanwaltschaft und Kantonspolizei sowie die Schwerpunktbildung im Zusammenhang mit Anführern und Wiederholungstätern..



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