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ziegel-oh-lac
publiziert am ..
wenn sie nicht so abgelegen wär! die rote fabrik, wo der, die, das ziegel drin ist. dann wär man immer dort. da ist es nämlich friedlich und es ist direkt am see, direkter als das baur, nämlich einfach dran am wasser. eigentlich ist es auch das einzige gemütliche beizli@myzuri.ch, das so nah am see ist. so lohnt sich der ausflug nach wollishofen allemal und zwar nicht nur im sommer. 
schlange stehen - ein typisches bild für real existierenden sozialismus. (Bild: martinko)
das ziegel ist eine halle. sie hat hohe fenster und von drinnen sieht der see auch im winter sehr romantisch aus. der raum ist hoch mit vielen pflanzen in luftiger höhe und er ist aufgeteilt in einen trink-, spiel- und rauch-bereich, einen essbereich und einen angestelltentisch. da tun sie trinken, essen, rauchen und diskutieren. vielleicht machen sie auch biznez, aber ich glaube sie rauchen mehr. und eben draussen am wasser die bänke, tische und der steg.
am wochenende gibt's brunch. ab 11 uhr, eigentlich. aber es kommt schon vor, wenn die angestellten abends zu lange am tisch sassen, tranken und rauchten, dass dann am nächsten morgen um 11 noch nicht gebruncht wird. sonst gibt es eier mit oder ohne speck, gekocht, gespiegelt oder gerührt. und frühstück halt.
schlange stehen - ein typisches bild für real existierenden sozialismus
Bild: martinko
weil die angestellten ihren tisch gern haben und auch lange dran sitzen bleiben, sind am morgen nicht alle angestellten am arbeiten. dann bilden die hungrigen lange schlangen vor der theke. und die angestellten sind gestresst. bis 2 uhr geben sie frühstück raus. dann ist schluss. kein brunch mehr. dafür gibt es humusbrötli, voll vegan versteht sich. caj, auch vegan. almdudler - dieses ösi-getränk, dass wie ein schaumgefüllter feuerlöscher wirkt; es trocknet den gaumen, nur der durst ist leider nicht gelöscht. aber die inline-skater trinkens trotzdem.
bei caj an der sonne, zieht dann angenehm langsam der nachmittag an einem vorbei...und ehe man sich versieht, sind die spaziergänger verschwunden und das farbige volk lärmt an den tischen. eher jung, rötlich angehaucht, einige vielleicht nicht mehr so richtig, aber sie waren's bestimmt mal - wie die 68er, vielleicht sind's auch welche...man gibt sich offen und tolerant. antiautoritär erzogene kinder lärmen, babies plärren. man kommt rasch mit studenten, lebenskünstlern, piercinghändlern, punx ("ich bin kein punk, ich bin ein individuum"), rosenverkäufern und irren in kontakt, die am selben tisch sitzen, oder neben dran oder sich hinsetzen um zu labbern, mitzurauchen oder einfach nur um auf die nerven zu gehen. aber man ist ja offen und tolerant.
zum glück gibt's in der fabrik auch noch konzerte, theater und so. kleinere sachen auch im ziegel, die grossen in einer anderen halle. denn ist man nämlich schon mal so abgelegen unterwegs, kann man ja auch gleich das volle programm machen und nach dem tag am see gleich noch um den abend verlängern. so ist es also durchaus möglich, dass der ausflug, der als brunch geplant war, irgendwann gegen mitternacht im letzten bus zurück in die stadt endet und man hatte alles in einem: brunch, nachmittagstee, apero, znacht, bier und dann noch etwas kultur. ja, das ist fast wie im europapark. (martinko)
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23.11.2003 Rolf Neuenschwander Traurig traurig: Oerlikon und Seebach haben nicht mal den Ziegel und auch nicht das Desperado. Die sind im Kreis 2 resp. 10. Alternativ schlage ich vor, mal die Giesserei zu testen (www.giesserei-oerlikon.ch). Finde ich gut, sowohl Essen wie Ambiente.
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