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inezoge

weisses kreuz

eine einfache, günstige, eher rustikale beiz direkt am bahnhof stadelhofen mit einer nicht nur helvetischen speisekarte.

an einer so guten lage erwartet man eigentlich keine besonders günstigen restaurants. aber im weissen kreuz kostet schon die stange bier schon mal 30 rappen weniger als im gleich angrenzenden, deutlich schickeren restaurant bahnhof stadelhofen, nämlich nur 3.90 (stand: 9. februar 2006). und das ist für zürich eher die ausnahme.

auf der speisekarte stehen hauptsächlich "währschafte", einheimische gerichte, wie (nur beispielsweise) züri-gschnätzlets, wurst-käse-salat oder schnipo. und doch bietet die karte unter anderem auch ein mah-meh, etwas pasta und ein ungarisches gulasch mit spätzli. myzuri-kollege bidoux und ich haben uns für letzteres entschieden und waren positiv überrascht. die portion war zwar nicht besonders gross und abgesehen von etwas petersilie nicht weiter dekoriert, schmeckte aber sehr lecker. der zwiebel- und kümmel-anteil im gulasch war gerade richtig. und die spätzli waren genau so, wie sie sein müssen: goldgelb, aussen mit einem "mü" von knackigkeit, innen geschmackvoll. für gerade mal fr. 18.70 ist das keine selbstverständlichkeit in meiner lieblingsstadt. es gibt natürlich auch einige gerichte über 20 franken.

ist das eine arbeiter-beiz? ja und nein. das publikum ist mindestens so durchmischt wie die speisekarte. viele kommen nur her, um die zeit bis zur nächsten s-bahn zu überbrücken (siehe unten). die einrichtung sieht so aus, wie man sie von einer traditionellen schweizer beiz erwartet: robuste holztische und -stühle, die zur rustikalen wandverkleidung beinahe ton in ton passen. auf tischen, an denen gegessen wird, liegen keine weissen stofftischtücher, sondern einfache (aber werbefreie) weisse papiertischsets und dunkelrote papierservietten.

die bedienung: ich war bis jetzt nur zweimal da. einmal zum überbrücken der wartezeit bis zur nächsten s-bahn (siehe oben) und eben kürzlich, um etwas zu essen. das personal zerfliesst zwar nicht in heuchlerischer freundlichkeit, arbeitet aber recht effizient. und dazu noch flexibel: so durften wir uns im (ab ca. 20 uhr gut besetzten) restaurant auch zu zweit noch an den einzigen leeren sechsertisch setzen, der eigentlich mit dem reserviert-schild gekennzeichnet war.

soll ich da wieder hingehen? ja, klar, warum denn nicht? günstig, gut und für mich gut gelegen. und ein vorgängiges reservieren ist für eine bis zwei personen normalerweise auch nicht nötig.



(publiziert am .. von salvie)

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