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mezes
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wenn einem im niederdörfli eine beiz begegnet, in deren fenster ein zettel wie «einmal wöchentlich bauchtanz» hängt, dann ist das kein grund umzukehren, sondern einzukehren. besonders, wenn es sich um das mezes handelt.


heller als man denk. (Bild: salvie)

gemäss kärtli, das mir der freundliche gastgeber (wirt oder angestellter) zugesteckt hat, handelt es sich beim hier besprochenen objekt eigentlich um das oder die «restaurant mezes bar». auf dem kärtli steht auch: «orientalische küche, bauchtanz, wasserpfeife». aber das mezes hat mit einer macho-drogenhöhle genauso wenig gemein, wie mit den unzähligen döner-ständen im dörfli.

an dem abend, als ich zusammen mit einem begleiter dort auf gut glück und mit einem leichten hungergefühl hineinstolperte, tanzte niemand, obwohl der eher poppige orientalische sound durchaus dazu ermuntert hätte.

das mezes ist zwar klein, aber heller als auf dem obigen bild, geradezu heimelig (obwohl nicht gerade schweizerisch). es kommt einem grad so vor, als sässe man im gemütlichen essraum einer kleinen türkischen pension. die gäste sitzen höchstens zu viert an einem der sechs tischchen, bei denen es sich bei mindestens dreien um ausgediente nähmaschinen aus grossmutters zeiten handelt (die versenkbaren in tisch-form, mit pedal-antrieb).

wir wollten ja was essen: da gabs verschiedene orientalische spezialitäten, deren namen ich mir vermutlich nie werde merken können. mein begleiter bekam einen teller mit (unter anderem) gebackenen fleischklössen (vermutlich köfte) und salat bzw. gemüse, mich selber interessierte der avocadosalat. beides kam reich dekoriert daher, teils mit einer art cous-cous, mit oliven, zuchetti- und anderen gemüsestücken. dazu wurde ein körbchen mit warmen, knusprigen und sehr feinen brot-ähnlichen stückchen gereicht, die das mahl perfekt ergänzten.

die preise sind sehr fair: zwar haben wir uns den bauch nicht gerade vollgeschlagen, aber mein begleiter wurde für rund 17 franken satt, und ich für etwa 12 (ohne getränk); und das im teuren my-zuri.ch! wir ertappten uns dabei, dass wir das gesprächsthema unterbrachen, nur um festzustellen, dass es uns beiden sehr gut schmeckte.

die getränke: als «bar» sollte sich das mezes eigentlich nicht bezeichnen, denn allzu viele verschiedene alkoholische getränke bietet die karte nicht. man kriegt etwa je zwei sorten bier und wein; und hinten auf dem regal stand auch je eine sorte whisky (naja: jack daniels), vodka und ev. noch cognac. diese etwas knappe auswahl sollte in einem orientalischen restaurant auch nicht sehr verwundern (und: wer eine bar sucht, geht dann vielleicht lieber ins nahe kon-tiki, wie wir das anschliessend taten).

die auswahl an nicht-alkoholischen getränken war grösser. ich bestellte trotzdem ein bier und mein begleiter versuchte sich an einem pfefferminztee, von dem er sehr angetan war. im mezes wird dieser nicht aus getrockneter, sondern frischer minze hergestellt und im kännchen serviert.

ich werde bestimmt wieder hingehen. vielleicht auch mal an einem abend, an dem «gebauchtanzt» wird. (salvie)

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Es hat bisher 6 kommentare zu diesem Beitrag.

19.02.2010

Andrea

Ich war letzten Freitag dort. So ein süsses, gemütliches Restaurant mit schönes orientalischem Flair. Sehr nette Bedienung und suuuper Essen. Wir hatten eine Mezes-Platte für 23.50 mit feinem warmen Pidebrod und waren danach pappesatt. Sehr weiter zu empfehlen

 

27.08.2007

Rueschen

Der Pfefferminztee ist wirklich genial und auch sonst kann man es sich im Mezes gut gehen lassen. Aber vorsicht beim Bestellen einer Shisha: Weil das Mezes so winzig ist, wird innerhalb von einer halben Stunde der Sauerstoff weggepafft. Daher Shisha woanders geniessen und niemand muss den Porzellangott anbeten...

 

16.10.2005

Nadine

Die köstlichsten libanesischen Spezialitäten gibt es im Le Cèdre! Dort kann man auch Bauchtanz sehen. Vorallem eine junge Tänzerin namens Nora hat mich fasziniert. Sie ist libanesischer Abstammung und hat eine tolle Ausstrahlung.

 

30.05.2005

Sabine

Bauchtanz in Zürich kann man auch sehen im arabischen Restaurant Arabesque. Dort kann man sich gleich noch in einen Tanzkurs einschreiben und selber Bauchtanz lernen. Vielleicht kann man dann ja auch mal ein einem Restaurant, im Arabesque oder im Mezes, auftreten ??!! ;-)

 

26.10.2004

McJ

Schliesse mich an: eine nette Lokalität, gemütlich, etwas kruder Stilmix (ist das nun griechisch, türkisch, mazedonisch oder sonstwas?), und das Essen einfach lecker. Seit kurzem habe sie eine neue Karte; mir scheint, alles ist etwas teurer geworden. Dafür scheint sich aber das "Retsina"-Problem gelöst zu haben. Das geht so: als ich zum ersten Mal im Mezes war, stand dort "Restina" auf der Karte. Dank meiner Griechenland-Kenntnisse dachte ich mir: ah, Druck- bzw. Schreibschriftteufel und bestellte "Retsina". Wurde dann aber von der netten Bediehung gefragt, ob ich doch sicherlich "Restina" meinte. Mhh, ja, gut, dann halt "Restina". Voila, jetzt heisst es plötzlich auf der Karte "Retsina", wird auch so bestellt, gebracht und getrunken. Jassas!

 

06.04.2004

Peter

Für Bauchtanz und feines arabisches Essen gehe ich immer ins Cedre, die beste orientalische Küche in Zürich. Homepage: http://www.libanesisch.ch

 

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