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lauschulis
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karaoke, das in china (und wohl auch in anderen asiatischen ländern) schon seit langem zum unterhaltungsprogramm von nachtvögeln gehört, fasst nun auch in myzuri.ch fuss.


asiatischer elvis gibt alles (Bild: martinko)

während in den chinesischen metropolen praktisch jede beiz, bar, disco und jedes puff, eine anlage bestehend aus monitor, stereoanlage und mikrofon im inventar hat und dies auch mit dem kürzel ktv ausschildert, muss man an der limmat (besser gesagt an der sihl) danach suchen. so versteckt sich, dass lauschulis im kreis 1 bei der drogenabgabestelle und wirkt so wenig einladend wie dieselbe. betritt man das "bistro", so ist man über die spartanische einrichtung erstaunt und spätestens nach dem besuch der sanitären anlagen, kann man sich vorstellen, wie ein lokal in china aussehen könnte (natürlich kein tourischuppen...). aber schliesslich will der gast singen und nicht in einem designerschuppen abhängen.

das singen ist gratis, dafür besteht konsumzwang-und beim sofortigen einkassieren, wird einem klar, wie der ktv amortisiert wird. den schüchternen sei deshalb vor dem auftritt ein vorspiel zuhause oder in einem anderen lokal empfohlen. denn mut braucht es vorallem, nachdem man einen der wenigen, dafür immer präsenten asiaten beim singen zugehört hat. ob sinatra, elvis oder china-pop, es tönt astrein aus den lautsprechern und man fragt sich, warum nicht dieser interpret einen plattenvertrag hat, die tearz aber schon. die konversation kommt natürlich beim lauschen der virtuosen zu kurz, aber man kann beim zuhören den dicken, ungeordneten ordner mit den vorhanden songs durchblättern oder die kitschigen videos auf den monitoren betrachten-natürlich kann man auch versuchen mit dem interpreten von love me tender blickkontakt herszustellen. ist man dann endlich selber der star, und hat seit seiner schulzeit nur noch unter der dusche gesungen, so ist das nicht weiter schlimm; hat man nämlich einen aktuellen oder immergrünen gassenhauer ausgesucht, dann muss man höchstens bis zum ersten refrain durchhalten und man kriegt lautstarke unterstüztung von den anwesenden gästen. und sowieso geht es um den spass am und nicht um eine astreine darbietung vor einem talentsucher - was allerdings im acapulco (jeweils sonntags nach 22uhr) nicht so verstanden wird... (martinko)

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Es hat bisher 2 kommentare zu diesem Beitrag.

13.11.2006

Eri

Ähm, ich möchte ja nicht "tüpflischisse", aber Karaoke ist nicht chinesisch! Karaoke kommt aus Japan!!!! Und wehe, jemand sagt/denkt nun "China oder Japan, da ist doch eh kein grosser Unterschied". Grrrr! Karaoke: kara = leer, oke = ist die Abkürzung und verjapanisierte Form vom englischen Orchestra. Karaoke bedeutet also leeres Orchester.

 

15.06.2006

broke Elvis

Die Karaoke Bar ist schweine teuer und bei Beträgen unter CHF 50 wird beim zahlen ein Zuschlag von 10% erhoben. Auch wenn man als Gruppe einen ganzen Abend konsumiert hat und das Bargeld aufgrund der Preise irgendwann zur Neige gegangen ist!

 

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