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Grosse Zufriedenheit mit dem Gesundheitswesen
publiziert am 23.07.2010

Die Bevölkerung war auch im Jahr 2009 mit den Leistungen der Gesundheits­ver­sorgung im Kanton Zürich zufrieden. Das zeigt die neuste repräsentative Befra­gung, die im Auftrag der Gesundheitsdirektion seit 2003 jährlich durchgeführt wird.

In der repräsentativen, jährlich durchgeführten Umfrage zur Zufriedenheit mit der Gesundheitsversorgung wurden im11.2009 insgesamt 1’605 im Kanton Zürich wohnhafte und gut integrierte Personen ab 18 Jahren befragt. Als wesentliche Indikatoren für die Qualität des Gesundheitssystems werden einerseits die generelle Zufriedenheit mit der Gesundheitsversorgung und die Zufriedenheit mit der Behandlung im Spital erfragt.

Andererseits interessiert die subjektive Einschätzung der Sicherheit der Gesundheitsversorgung und der Zugänglichkeit medizinischer Dienste, wie die Gesundheitsdirektion mitteilt.

Bei allen vier Indikatoren wurden dem Kanton Zürich im Jahr 2009 wiederum gute Noten verteilt.

Die Zürcher Bevölkerung stuft ihre generelle Zufriedenheit mit der Gesundheitsversorgung auf der Skala von 1 (überhaupt nicht zufrieden) bis 10 (sehr zufrieden) durchschnittlich mit dem positiven Wert von 7,77 ein.

65 Prozent der Befragten seien zufrieden bis sehr zufrieden, 34 Prozent beurteilen die Zufriedenheit als mittel und nur 1 Prozent sei nicht zufrieden. Von den 1’605 Befragten mussten 199 Personen in den zwölf Monaten vor der Befragung mindestens einen Tag stationär im Spital behandelt werden.

Für die Zufriedenheit dieser Personen mit der medizinischen Behandlung im Spital ergab sich mit durchschnittlich 8,67 eine sehr hohe Note. Eine fast so hohe Bewertung zeigt sich mit durchschnittlich 8,53 beim dritten Indikator, dem Sicherheitsgefühl zur Gesundheitsversorgung.

Neun von zehn Personen fühlen sich sicher, dass im Rahmen der Zürcher Gesundheitsversorgung gut bis sehr gut auf ihre Bedürfnisse bezüglich Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten und Verletzungen eingegangen werden kann. Die Befragten seien der Meinung, dass die Möglichkeit bestehe, von einem guten Arzt oder in einem guten Spital behandelt zu werden.

Sie seien überzeugt, dass sie Zugang zu allen Medikamenten haben, die sie brauchen, dass die Beratung in der Apotheke nützlich sei und dass sie bei Bedarf Spezialisten konsultieren können. Zudem werden das Wissen der Ärztinnen und Ärzte als aktuell und die Pflege im Spital als sorgfältig und kompetent beurteilt.

Der vierte Indikator, die Zugänglichkeit zu medizinischen Diensten, wird mit durchschnittlich 8,16 ebenfalls sehr positiv bewertet. Als am besten zugänglich werden Apotheken wahrgenommen, gefolgt von Rettungsdienst, Hausärztin oder Hausarzt, Notfallaufnahme, Spitex und Spezialisten.

Die Zürcher Bevölkerung wird jeweils gefragt, ob sie glaubt, sich auch in Zukunft eine ausreichende Gesundheitsversorgung leisten zu können. Mit einer Antwort bei durchschnittlich 7,67 Punkten sei die Einschätzung immer noch positiv.

Der Wert liegt aber leicht unter demjenigen der Jahre 2007 (8,06) und 2008 (7,92). Die Verschlechterung dieser subjektiven Einschätzung hängt vermutlich teilweise mit der erhöhten Unsicherheit aufgrund der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise in den Jahren 2008 und 2009 zusammen.

Im Jahr 2009 wurde erstmals auch die ambulante Spitalbehandlung in der Befragung thematisiert. Insbesondere interessierte, ob die Zürcher Bevölkerung bei Krankheit oder Verletzung zunächst einen Hausarzt aufsucht oder sich direkt ins Spital begibt.

Von den Befragten waren 254 (=16 Prozent) in den vor­ausgehenden 12 Monaten zur ambulanten Behandlung im Spital. Knapp drei Fünftel dieser Personen wurden durch einen Arzt eingewiesen, zwei Fünftel hatten sich direkt ans Spital gewandt.

Alle Personen, die sich ohne ärztliche Einweisung im Spital ambulant behandeln liessen, wurden gefragt, wie sie auf neue Lenkungsmassnahmen durch die Politik reagieren würden. Den stärksten Effekt hätte offensichtlich eine Erhöhung des Selbstbehalts von bisher 10 auf neu 30 Prozent: gut zwei Fünftel der betroffenen Personen geben an, dass sie sich unter dieser Voraussetzung nicht mehr direkt ins Spital begeben würden.

Die in den letzten Monaten vom Bundesparlament im Rahmen von «Managed Care» diskutierte Erhöhung des Selbstbehalts auf 20 Prozent würde dagegen nur bei einem Viertel der Befragten eine Verhaltensänderung bewirken. Ähnlich gering wäre der Effekt, wenn die Spitäler vor jeder ambulanten Behandlung von den Patienten jeweils eine Gebühr von Fr.

100 erheben würden. Insgesamt belegen die Resultate der Befragung von 2009 die weiterhin hohe Qualität der Zürcher Gesundheitsversorgung in allen wichtigen Bereichen.

Eine zentrale Herausforderung für die Zukunft stellt im Kanton Zürich das Eindämmen des massiven Wachstums im ambulanten Spitalbereich dar. Die Daten der vorliegenden Befragung lassen vermuten, dass ein Teil der Zürcher Bevölkerung bei vermehrter finanzieller Eigenverantwortung Leistungen in Spitalambulatorien zurückhaltender beanspruchen würde. (pd/rue)

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