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Alteingesessene wählen öfters als Neuzuzüger
publiziert am 11.03.2010
Die Auswertung der Wahlbeteiligung 2010 zeigt geringere Unterschiede zwischen Frauen und Männern als vor vier Jahren. Mit der Aufenthaltsdauer in der Stadt steigt die Wahlbeteiligung und die erstmalig Wahlberechtigten gingen heuer häufiger an die Urne als 2006. Hohe Beteiligungswerte finden sich bei Männern und Frauen kurz nach der Pensionierung.

Wahlbeteiligung nach Alter und Geschlecht. (Bild: zvg)
Die Wahlbeteiligung 2010 lag bei den Frauen mit 43,5 Prozent rund 3 Prozentpunkte unter derjenigen der Männer (46.8 Prozent). Damit hat sich der Unterschied zwischen den Geschlechtern gegenüber den letzten kommunalen Wahlen leicht verringert.
Im Jahr 2006 betrug die Wahlbeteiligung der Frauen 32,5, jene der Männer 37,5 Prozent, wie die Stadtkanzlei der Stadt Zürich mitteilt.
Bei Personen im Erwerbsalter bestehen kaum noch Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Nach wie vor gilt, dass die Beteiligung in den ersten Jahren nach Erlangung des Wahlrechts etwas absinkt, um danach bei beiden Geschlechtern kontinuierlich und nahezu parallel anzusteigen.
Rund 60 Prozent der Frauen und sogar fast 65 Prozent der Männer, die seit kurzer Zeit im Pensionsalter sind, haben sich an der Wahl beteiligt. Während die Wahlbeteiligung bei den Frauen danach abfällt, steigt sie bei den Männern noch bis fast zum
Je länger eine Person in der Stadt Zürich wohnhaft ist, desto eher geht sie wählen.
Dafür verantwortlich seien sowohl die wachsende Verbundenheit mit dem Wohnort als auch die zunehmende Kenntnis der lokalen Gegebenheiten. Bei den Frauen erhöht sich die Wahlbeteiligung zwischen einer Aufenthaltsdauer von 1 bis 2 Jahren und 16 und mehr Jahren um 20 Prozentpunkte, bei den Männern sogar um 26 Prozentpunkte.
Als «erstmalig wahlberechtigt» gelten eingebürgerte Ausländerinnen und Ausländer, volljährig gewordene Bürgerinnen und Bürger und neu Zugezogene (jeweils seit den letzten Wahlen 2006).
Bei allen Gruppen sei die Wahlbeteiligung im Vergleich zur gesamten Beteiligung gering, allerdings massiv höher als vor vier Jahren.
Nur jeder fünfte neu eingebürgerte Ausländer, der ja zuvor unter Umständen schon einige Jahre in der Stadt Zürich gelebt habe und mit den Verhältnissen vertraut ist, beteiligte sich am Urnengang. Die höchste Beteiligung der erstmals Wahlberechtigten haben, wie bereits vor vier Jahren, die neu Zugezogenen. (pd/rue)
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