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100 Schüler zu Konfliktlotsen ausgebildet

Nach der erfolgreichen Pilotphase im Schulhaus Waidhalde wurde das Projekt «peer-to-peer an Schulen» auf weitere Schulhäuser der Stadt Zürich ausgeweitet. Letzte Woche wurde der hundertste Schüler zum Konfliktlotsen ausgebildet. «peer-to-peer an Schulen» ist Bestandteil des Massnahmenkatalogs der Taskforce Jugendgewalt.

 

Im Schulhaus Waidhalde stehen seit über zwei Jahren Konfliktlotsen im Einsatz. Konfliktlotsen sind Schülerinnen und Schüler, die im Rahmen einer gezielten Ausbildung und Betreuung befähigt sind, angehende Konflikte im schulischen Kontext – wie zum Beispiel während den Pausen – zu lösen. Das Projekt «peer-to-peer an Schulen» verfolgt die Grundidee, Konflikte möglichst früh zu erkennen und diese nicht zu Lasten eines Konfliktträgers auszutragen, wie die Stadt Zürich in einer Mitteilung erklärt.

Eine Stärke des Modells sei es, dass die Konfliktlösung sehr nahe im Schulalltag und sehr eng mit dem Lehrkörper verknüpft ist. Ernst Hüsler, Schulleiter im Schulhaus Waidhalde, hat seit der Einführung des Projekts nur positive Erfahrungen gemacht: «Die Konfliktlotsen leisten eine ausgezeichnete Arbeit. Sie helfen mit, Konflikte frühzeitig zu erkennen und haben einen wichtigen Anteil am positiven Schulklima. Sie kommen im Rahmen ihrer Tätigkeitsfelder im Durchschnitt ein- bis zweimal pro Woche zum Einsatz.»

Unterstützt und begleitet in ihrer Arbeit werden die Konfliktlotsen durch Schulmediatoren (Schulsozialarbeit, Lehrpersonen) sowie die Schulleitung. Regelmässige Intervisionssitzungen helfen den Konfliktlotsen die Erfahrungen im Zusammenhang mit den Einsätzen zu verarbeiten und führen zur Verbesserung und Sensibilisierung im Umgang mit Konflikten.

Das Projekt «peer-to-peer an Schulen» ist Bestandteil des Massnahmenkatalogs der Taskforce Jugendgewalt, die der Stadtrat im April 2008 eingesetzt hat. Die Taskforce hat verschiedene Projekte in den Bereichen Intervention, Prävention und Repression initiiert. «Die überwiegend grosse Mehrheit der Jugendlichen in unserer Stadt ist nicht gewalttätig. Diese Jugendlichen gilt es zu schützen und zu stärken», so Stadtrat Gerold Lauber. Im «peer-to-peer»-Projekt erkennt Lauber eine Chance für die Jugendlichen. «Die Konfliktlotsen haben einen wichtigen Multiplikatoreneffekt und können ihr Wissen und ihre Erfahrungen auch in den öffentlichen Raum tragen.»

Die Zielsetzung der Taskforce Jugendgewalt, das von der Fachstelle für Gewaltprävention im Schul- und Sportdepartement begleitete Projekt nach Ab-schluss der Pilotphase im Schulhaus Waidhalde auf vier weitere Schulhäuser in der Stadt Zürich auszubauen, wurde erreicht. Als weiterer Meilenstein wurde im Verlauf der letzten Woche der hundertste Konfliktlotse in der Stadt Zürich ausgebildet. «Das Angebot wird nun auf weitere Schulen in der Stadt Zürich ausgeweitet», betont Stadtrat Gerold Lauber.

pd/rue

 


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