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csd05 mit bdsm
publiziert am ..
diesmal werfen wir einen blick auf jene interessanten erscheinungen am diesjährigen christopher street day in zürich, die in den anderen medien zu kurz kommen.

schwarz-bunt am rande des csd. (Bild: tele züri)
am fest zum csd 05 (christopher street day) in zürich auf dem turbinenplatz fielen weniger die "gewöhnlichen" schwulen und lesben auf, sondern andere illustre personen. die einen trugen bunte t-shirts mit dem aufdruck: "bdsm ist bunter als schwarz" und verteilten kurze, bunte seile. wer sich unauffällig an die fersen dieser leute heftete, landete bald am stand der ig bdsm und staunte nicht schlecht: gleich daneben war ein robuster holzrahmen mit haken und ösen aufgebaut, in welchem gerade eine verlegen, aber fröhlich grinsende, normal bekleidete junge frau nach allen regeln der kunst mit bunten seilen gefesselt wurde. wer jetzt noch nicht weiss, wofür bdsm steht: bondage, domination/submission, sadism/masochism.
so manch einer mag sich fragen, was diese heterosexuellen "perversen" an einem csd-fest verloren haben. natürlich haben sie ihren stand aus dem gleichen grund wie die schwulen und lesben dort hingestellt: sie wollen klischees geraderücken und missverständnisse aus der welt schaffen.
wer sich mit ihnen unterhält, stellt zuerst mal fest, dass es sich um freundliche, sogar fröhliche leute handelt, mit einem ausgeglichenen frauen/männeranteil. was sie von den "vanillas" (dem rest der welt) unterscheidet, ist ihr zugang zur sexualität. was sie praktizieren, hat meist mit der knisternden spannung zwischen macht und unterwerfung zu tun. auch spiele mit dem zufügen und hinnehmen von oft nur leichten bis mittleren schmerzen und dem einschränken von bewegung (fesselung/bondage) gehören dazu.
für die nicht-eingeweihten überraschend: viele aus der bdsm-szene haben herzlich wenig mit den lack/leder/brutalo-klischees am hut, die ihnen so gerne nachgesagt werden. und obwohl nicht jeder bdsm-ler mit jeder der endlos vielen bdsm-praktiken etwas anfangen kann, haben sie eines gemeinsam: nichts geschieht ohne ausdrückliches einverständnis des jeweiligen partners. wer in dieser szene nicht gewissenhaft nach ihrem motto - "safe, sane and consensual" (sicher, mit verstand und einvernehmlich) - lebt, hat schon verloren.
dies vernommen habend, sah ich mich auf dem sich inzwischen vor besuchern kaum mehr retten könnenden turbinenplatz noch ein wenig um. dabei begegnete ich einem weiteren, in der bunten umgebung eher unerwarteten blickfang in form einer kleinen militärischen zone, genauer: das in grün/beigen tarnfarben gehaltene zelt der "green berets schweiz". dabei handelt es sich nicht etwa um eine horde brutaler möchtegern-rambos, sondern um eine freundliche, schwule gruppierung, die in der army-uniform eine art fetisch sieht. angeblich denken einige von ihnen darüber nach, auch eine "frauentruppe" aufzubauen.
nicht zuletzt: wenn dieser artikel bei myzuri.ch erscheint, wird das volk bereits ein ja zum partnerschaftsgesetz in die urne gelegt haben. doch liegt die toleranz von anderen randgruppen in der bevölkerung noch in weiter ferne. (salvie)
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kommentare zu diesem Beitrag.
30.04.2006 STEFAN nATÜRLICH KOMME ICH EUCH GERNE BESUCHEN. ES TUT MIR LEID DAS NICHT MEHR LEUTE AUF DIESEN KURZEN ARTIKEL GEANTWORTET HABEN.
STEFAN.
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