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Deutlich weniger ausländische Arbeitslose
publiziert am 07.09.2010
Die Erholung am Arbeitsmarkt hielt auch im August an. Nominal nahm die Zahl der Arbeitslosen leicht ab, trotzdem stagnierte die Arbeitslosenquote bei 3,7 Prozent. Besonders profitiert von der Erholung haben Berufe des Industriesektors, und dabei vor allem Männer sowie ausländische Arbeitslose. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt hat sich im letzten Monat weiter entspannt. Ende8.waren 26‘599 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) im Kanton Zürich als arbeitslos gemeldet, 426 weniger als im Vormonat.
Die Arbeitslosenquote verharrte dennoch bei 3,7 Prozent und liegt weiterhin 0,1 Prozentpunkte über dem schweizerischen Durchschnitt von 3,6 Prozent, wie die Volkswirtschaftsdirektion mitteilt.
Die positive Beschäftigungsentwicklung im zweiten Quartal dieses Jahres wirkt sich nun auch auf die jüngste Erholung des Arbeitsmarktes aus. Der Kanton Zürich verzeichnete einen Beschäftigungszuwachs von annualisiert 2 Prozent, wobei besonders der Industriesektor profitiert hat: Die Arbeitslosigkeit bei den Berufen in der Metallverarbeitung und der Maschinenindustrie sowie bei Ingenieur- und Technikerberufen habe in den letzten Monaten überproportional abgenommen.
Ebenfalls stark rückläufig sei die Arbeitslosigkeit im Baugewerbe. Diese Entwicklungen spiegeln sich auch darin, dass bei Männern sowie Ausländern die Arbeitslosigkeit überdurchschnittlich stark gesunken ist.
So sei die Zahl arbeitsloser Ausländer (-2.8 Prozent) im8.viermal stärker zurückgegangen als bei arbeitslosen Schweizern (-0.7 Prozent). Arbeitslose aus den Berufen des Gesundheitswesens sowie sozialen Berufen haben dagegen von der Entspannung der letzten Monate kaum profitiert.
Ihre Zahl stagnierte oder nahm sogar etwas zu. Demgegenüber herrscht gerade in diesen Berufsfeldern vielfach ein starker Fachkräftemangel.
Dies könnte darauf hinweisen, dass die Anforderungen im Gesundheits- und Sozialwesen gestiegen seien und der Wiedereinstieg für Arbeitslose dieser Berufsgruppen erschwert ist. Die Arbeitsmarktbeobachtung Ostschweiz, Aargau und Zug (AMOSA), welche im Auftrag von zehn Kantonen Forschungsprojekte durchführt, untersucht in ihrer nächsten Studie den Arbeitsmarkt im Gesundheitswesen und geht unter anderem den Gründen für das Ungleichgewicht zwischen dem Profil der Stellensuchenden und dem Stellenangebot in der Branche nach.
Der stetige Rückgang der Arbeitslosigkeit darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die weiteren Aussichten sehr gemischt präsentieren. Zwar steht die Schweizer Wirtschaft auf relativ soliden Füssen.
In den nächsten Quartalen dürfte allerdings der dämpfende Effekt der Frankenaufwertung auf die Exporte durchschlagen und die Dynamik der Industrie bremsen – und damit auch die Arbeitsnachfrage. (pd/rue)
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